Rheine. Kamel-Stute Jasmin ist das derzeit größte Tier im NaturZoo Rheine, aber bei der alljährlichen Tierinventur wird sie nicht gezählt, denn Jasmin ist nur zu Gast.
Der Zoo Heidelberg hat das riesige Kamel auf Hochzeitsreise nach Rheine geschickt. In Ermangelung eines deckfähigen Hengstes musste die Reise vom Neckar an die Ems erfolgen, sodass sich der Zoo Heidelberg bald hoffentlich über Kamel-Nachwuchs freut. Jasmin zählt folglich nicht zum Tierbestand, der stets am 1. Januar erfasst wird.
Bei der Inventur geht es nicht nur um das Zählen der Tiere, sondern um einen Abgleich mit den Veränderungen durch Geburten, Zugänge, Todesfälle und Abgaben. Grundlage sind die Tagesmeldungen der Tierpfleger und eine Fülle von Daten, die sich aus individuellen Markierungen der Tiere durch Ringe bei den Vögeln oder Mikrochips bei vielen Säugetieren ergeben.
Bezüglich der größten Individuenzahl stehen die Webervögel mit 170 Tieren auf Platz 1 – sieht man von den Weberameisen und Bienen ab, die kopfstärker sind, aber nur als „ein Volk“ gezählt werden. Auf Platz 2 stehen die 92 Flamingos – und mit 77 Tieren stellen die Blutbrustpaviane auf Platz 3 die mit Abstand größte Gruppe ihrer Art in einem Zoo dar: Mehr als ein Fünftel aller in 21 Zoos gehaltenen Dscheladas wohnt derzeit in Rheine. Und mit ihnen sind es 1.073 Tiere in 103 Arten – von der Zwergbartagame bis zum Riesenkamel.
