Benefizkonzert mit Kosmonovski

Am Samstag spielen die Musiker von Kosmonovski im Hypothalamus, ehe es Ende Januar auf große Tour mit den Donots geht. Foto: Veranstalter

Rheine

Rheine (cpr). Die beiden Bands Kosmonovski und Otis geben am Samstag (9. Januar) um 20 Uhr im Hypothalamus ein Benefizkonzert zuguns­ten der Flüchtlingshilfe Rheine.

 

Tickets sind ab 5 Euro erhältlich – Spenden sind an der Abendkasse aber beim Bezahlen nur zu gerne gesehen.

Eine Band wie Kosmonovski, die nun seit rund vier Jahren vom Caritasverband Rheine unterstützt wird, hat schon etwas Besonderes. Die achtköpfige Combo sprengt wohl alle Bandnormen, die bisher existierten. Das fängt beim Alter an – die Mitglieder sind so irgendwo zwischen 28 und 51 Jahren alt. Und der Musikstil ist – Achtung! – Psychia­triepop! Diese Band muss sich nicht anstrengen, verrückt zu sein; sie ist es von Haus aus. Hier wird keiner Etikette gefolgt und waren die Songs auf dem ersten Album „Dr. Orinoko“ noch Indie- und Pop­lastig, so beherbergen die neuen Songs eine deutlich experimentellere Note, wenngleich nicht auf die Melodien verzichtet wird. Da hört man schon mal Bands wie Joy Division oder die Einstürzenden Neubauten vorbeihuschen und im nächsten Moment erklingen die 90er Jahre mit einem Tick Washington im Gepäck. Doch nicht auf Englisch wie die Vergleichsbands, sondern mit deutschen Texten, die sich kryptisch durch den Song winden.

Wer glaubt, schon alles gesehen zu haben, dem sei hier klar gesagt: Nein! Denn eine solche Band gab es bisher noch nicht und kann auch nicht erfunden werden; sie entsteht aus den schrägen Biografien und aus dem, was bekanntermaßen die verrücktesten Geschichten schreibt: dem Leben! Im Januar geht die Band auf große Supporttour mit den Donots. Dann werden Hallen in Bremen, Hannover, Kiel, Düsseldorf und Luxemburg bespielt.
Am Samstag ist auch Otis aus Münster und Rheine dabei. Das bedeutet: New Wave im Zeichen der frühen Achtziger. Textlich und musikalisch eher düster bis schön, irgendwo zwischen The Cure, Depeche Mode und Bands wie The Sound oder Red Lorry Yellow Lorry bewegt sich das Duo auf einer Welle aus Synthiesounds, Drumcomputern und Chorus-Gitarren.


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