Rheine. Noch spät am Abend ist die Kirche geöffnet. Musik und Beleuchtung laden zum Betreten der Kirche ein. Wer diesen Schritt tut wird überrascht vom „Abend der Barmherzigkeit“, einer ungewohnten Form eines Gottesdienstes: Beginn und Ende sind nicht festgelegt; wie lange jemand bleiben möchte, entscheidet jeder selbst.
Kommen, verweilen und gehen sind im gesamten Zeitraum möglich. Die Kirche ist erleuchtet und neben Musik und geistlichen Impulsen gibt es verschiedene weitere Möglichkeiten: Einfach Ruhe finden und die Atmosphäre des Raumes auf sich wirken lassen. Außerdem lädt der Abend ein, sich über das eigene Leben Gedanken zu machen und auf bereitliegenden Karten Gedanken zu notieren. Es besteht die Möglichkeit, eine Kerze zu entzünden, zu beten oder ein persönliches Bibelwort mitzunehmen. Auf glühende Kohlen kann Weihrauch gelegt werden, um Gott Bitten anzuvertrauen. In der Wort-Gottes-Kapelle liest ein Mitglied des Vorbereitungsteams aus der Bibel vor und Seelsorger sind anwesend, um Teilnehmenden zuzuhören, gemeinsam mit ihnen zu beten oder ihnen den Segen Gottes zuzusprechen. „Wir wollen Raum und Zeit lassen für die Begegnung mit Gott; die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können ihren persönlichen Glauben durch die vielfältigen Angebote neu entdecken“, fasst Pastor Ebbo Ebbing zusammen: „Den Rahmen können die Teilnehmer so füllen, wie sie es möchten – und häufig bleiben sie länger als sie es anfangs gedacht hatten. Aufgrund der positiven Rückmeldungen haben wir uns entschlossen, diesen Abend wieder anzubieten.“
Der Abend der Barmherzigkeit findet statt am Freitag, dem 6. September, von 20 bis 23 Uhr in der Stadtkirche St. Dionysius, Rheine.
