Tag des offenen Denkmals in Rheine

„Schätze des Glaubens“ gibt es in der Pfarrkirche St. Dionysius zu sehen. Foto: Stephan Kube

Rheine

Rheine. Drei verschiedene, kostenlose Aktionen bieten die Städtischen Museen Rheine zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 14. September an. Mit Bezug auf das aktuelle Motto dieses Denkmaltages: „Wert-voll – unbezahlbar oder unersetzlich?“ geht es an allen drei Standorten um die heutige Nutzung der Gebäude und um besondere Ausstellungsobjekte.

Um 12 Uhr startet im Falkenhof Museum die „Führung ohne Ausstellung“. Kuratorin Christiane Kerrutt gibt Einblick in die Planung und Konzeption der Sonderausstellung „Carl Weddige – Alltag & Poesie“, die in 14 Tagen eröffnet wird. Dabei bietet sich im Westflügel des Falkenhofes ein ungewöhnlicher Anblick, denn die Besucherinnen und Besucher werden bei ihrem Blick hinter die Kulissen leere Wände und zum Teil auch leere Ausstellungsräume vorfinden.

Wie die Auswahl der Bilder und die Recherche über den Künstler funktionieren und welche Rolle die Raumsituation bei der Ausstellungsgestaltung spielt, ist im Falkenhof zu erfahren. Um 14 Uhr erwarten Kuratorin Michelle Adam und Pastoralreferent Matthias Werth die Besucherinnen und Besucher im Museum Kloster Bentlage zu einer interessanten Doppelführung. In der Sonderausstellung „Unglaublich. Begegnungen mit dem Heiligen“ stellen sie verschiedene Glaubenszeugnisse vor, insbesondere Objekte zur Reliquienverehrung (45 Minuten).

Anschließend führt der Weg in die Pfarrkirche St. Dionysius. Die Strecke in die Innenstadt können die Teilnehmer gemeinsam mit dem Fahrrad oder aber ganz individuell zurücklegen. Um 15.30 Uhr startet dort der zweite Teil der Führung zur Armreliquie des Hl. Dionysius am Altar und zu ausgewählten Stücken des Kirchenschatzes in der Sakristei (45 Minuten).

Das Besondere ist auch hier, dass sich kunsthistorische und liturgische Informationen gegenseitig ergänzen und man so die „Schätze des Glaubens“ aus zwei verschiedenen Perspektiven kennenlernen kann. Von 14 bis 17 Uhr sind Familien mit Kindern außerdem in das Salzsiedehaus eingeladen, um eines der bedeutenden Baudenkmäler von Rheine aus dem 18. Jahrhundert mit allen Sinnen zu erfahren: Salzsieden in kleinen Pfannen, Mitmachaktionen und Informationen über die frühere Nutzung des Hauses durch die Gästeführerinnen und an der Medienstation – so lässt sich Geschichte spielerisch erfahren und es wird eine Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart geschlagen.


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