Laumann zu Gast beim Caritas-Bildungszentrum

Es freuten sich über das große Interesse beim Neujahrsempfang: Wolfgang Dargel, Geschäftsführer Caritas-Bildungswerk Ahaus, Petra Berger, Seminarleiterin Caritas-Bildungszentrum für Pflege und Gesundheit Rheine und Emsdetten, Helena Willers, Fachdozentin CBZ Rheine, und Karl-Josef Laumann, Staatssekretär, CDU (v.l.). Foto: privat

Rheine

Rheine. Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten sowie Bevollmächtigter für Pflege, Staatssekretär Karl-Josef Laumann (CDU), war der Ehrengast des diesjährigen Neujahrsempfangs des Caritas-Bildungszentrums für Pflege und Gesundheit Rheine und Emsdetten.

 

 

In Anwesenheit einer Vielzahl von Vertretern stationärer und ambulanter Pflegeeinrichtungen sowie weiterer Akteure aus dem Pflegebereich warf Laumann zunächst einen Blick auf einige Aspekte der bundespolitischen Großwetterlage. Die günstige Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt und die Flüchtlingssituation waren Themen, mit denen er sich in gewohnt deutlicher Sprache auseinandersetzte, bevor er sich den Entwicklungen der letzten Jahre im Bereich Gesundheit und Pflege zuwandte. Als jemand, der an dem Projekt Pflegeversicherung von Beginn an mitgearbeitet hat, räumte er zunächst ein: „Wir haben den Fehler gemacht, dass Pflege für die Betroffenen spürbar teurer wird, wenn sie kranker werden und deshalb in eine höhere Pflegestufe kommen.“ Das dürfe so nicht bleiben.

2015 sei man gesetzgeberisch ein gutes Stück vorangekommen. Nun seien diejenigen, die im Bereich Pflege unterwegs sind, gefordert, sich auf einen neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff und die künftige Einstufung pflegebedürftiger Menschen nach Pflegegraden einzustellen. Insbesondere demenziell veränderte Menschen würden davon profitieren. Am Ende seiner Ausführungen wandte sich Karl-Josef Laumann an die Leitung des Fachseminars. Er begleite die Einrichtung, seit er 1990 in den Bundestag einzog und sich dort von Beginn an insbesondere der Sozial- und der Gesundheitspolitik zugewandt hatte.

„Wir sind nicht immer einer Meinung, wenn ich zum Beispiel an die künftig zusammengefasste Ausbildung in der Alten-, Kinderkranken- und Krankenpflege denke, in der ich im Gegensatz zu Ihnen mehr Vor- als Nachteile sehe. Aber bis zum heutigen Tage arbeite ich sehr gern mit Ihnen zusammen“, führte er aus. Das Caritas-Bildungszentrum sei immer offen gewesen für neue Entwicklungen, habe konstruktive Kritik geübt und zahlreiche Anstöße gegeben, die ihm sehr nützlich waren, egal ob in seiner Funktion als Bundestagsabgeordneter, als Landesminister oder danach als Vorsitzender der CDU Fraktion im Landtag NRW oder jetzt als Beauftragter der Bundesregierung.


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