Zurück aus Schüler­austausch mit Leiria

Das Foto zeigt die Gruppe nach dem Empfang im Rathaus von Leiria. Foto: privat

Rheine

Leiria/Rheine. Viele Erlebnisse und Eindrücke aus der südeuropäische Lebensart, beginnende Freundschaften sowie ein intensives Eintauchen in den portugiesischen Alltag in den Familien: Der Schüleraustausch mit der Partnerstadt Leiria ging vor wenigen Tagen mit der Rückkehr der 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Ende. Begleitet wurden sie von Ildefons Kirfel, der im Vorstand des Städtepartnerschaftsvereins den Portugalaustausch organisiert, und Ijra Erben, der stellvertretenden Vereinsvorsitzenden.

Die Austauschpaare hatten sich bereits bei der Busfahrt vom Flughafen Lissabon nach Leiria bestens verstanden. Auch nach der ersten Übernachtung in den Familien durchgehend positive Rückmeldungen. Während die Gruppe aus Rheine vor dem Rathaus auf den Empfang beim Bürgermeister wartete, traf eine Gruppe Radfahrer aus der französischen Partnerstadt von Leiria ein. Sie waren 3.000 Kilometer von Paris mit einigen Schlenkern über den Jakobsweg und Fatima nach Leiria gefahren.

In den nächsten Tagen lernten die jungen Leute die Partnerstadt intensiv kennen. Nach einem kurzen Blick in die Kirche Santo Agostinho ging es in das ehemals dazugehörige Kloster, in dem sich das städtische Museum befindet. Neben bedeutenden archäologischen Funden wird die Entwicklungsgeschichte von Leiria ausführlich dargestellt. Eine Sammlung von Skulpturen und alter sowie zeitgenössischer Malerei runden das Spektrum des Museums ab. Der aktivere Teil des Tages startete anschließend in der Papiermühle und der ersten Papierfabrik Portugals am Lis. Nach interessanten Erläuterungen zur Entwicklungs- und Verbreitungsgeschichte von Papier und Erklärungen zur technischen Funktion einer Mühle konnten die Schüler selbst Papier schöpfen.

Am Nachmittag ging es nach einem Gruppenfoto hinauf zu Burg. Der Aufstieg wurde mit einem phantastischen Rundblick über die Stadt belohnt. Abschluss des Tages war eine digitale Schnitzeljagd mit unterschiedlichsten Aufgaben- und Fragestellungen. Erschwerend kam nicht nur ein Zeitlimit hinzu. Die Aufgaben waren auf Deutsch und die Schüleraus Rheine mussten es ihren Austauschpartnern übersetzen.

Die Austauschschüler wurden am nächsten Tag von Carlos Palheira, zuständig für Sport sowie Bauen und Wohnen, im Festsaal des Rathauses empfangen. In seiner Ansprache würdigte er den Schüleraustauch als Förderung der Völkerverständigung, der interkulturellen und sprachlichen Kompetenz, des Kennenlernens der Kultur im Gastland, des Gastlandes als solches und den positiven Umgang mit Vielfalt und eines freundschaftlichen Miteinanders. Abschließend bat er die Jugendlichen, anderen von ihren Erfahrungen zu berichten und für einen Austausch zu begeistern. Auf der Treppe des Rathauses versammelte man sich zu einem Erinnerungsfoto.

An der Küstenstraße entlang des Atlantiks führte ein Besuch nach Nazaré. Nach dem Besuch des Leuchtturms – unweit dessen finden Weltklasse-Wettkämpfe im Surfen statt, denn hier brechen sich die berühmten Riesenwellen – hing es hinunter zum Strand und die Schüler konnten bei perfektem Wetter etwas Urlaubsatmosphäre genießen.

Am Nachmittag stand das Weltkulturerbe Batalha auf dem Programm. Meist schweigend tauchten die Schüler in die Magie des gotischen Klosters ein. Eine der Ehrenwachen im Kloster war eine ehemalige Schülerin einer der begleitenden Lehrerinnen.

Nach einem abwechslungsreichen Wochenende mit den gastgebenden Familien startete das Programm am Montag mit einem Besuch bei der Freiwilligen Feuerwehr. Sie ist neben der Berufsfeuerwehr zuständig für Haus- und Waldbrände und leistet erste Hilfe bei Verkehrsunfällen Die Schüler konnten sich sämtliche Bereiche ansehen und bekamen einen umfassenden Einblick in den Alltag und die Aufgaben der Bombeiros, wie man dort die Feuerwehrleute nennt.

Dann hieß es schon bald „Abschied nehmen“. Bereits Anfang Dezember erfolgt der Gegenbesuch der Jugendlichen aus Leiria in Rheine. Der Städtepartnerschaftsverein hat erneut ein interessantes Programm erarbeitet, um den jungen Gästen aus Portugal die Emsstadt und ihre Sehenswürdigkeiten näher zu bringen.


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