Rheine. Die Stadt Rheine möchte ein eigenes Autokennzeichen und hat sich mit diesem Wunsch jetzt direkt an NRW-Umweltminister Oliver Krischer gewandt. In einem gemeinsamen Schreiben mit anderen nordrhein-westfälischen Städten fordert Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann eine Änderung der Fahrzeug-Zulassungsverordnung, die bislang nur ehemaligen Kreisstädten eigene Kennungen erlaubt.
„Es ist höchste Zeit, dass auch Mittelstädte wie unsere ein individuelles Kennzeichen führen dürfen“, betont Lüttmann. Hintergrund ist die seit 2012 bestehende Möglichkeit, sogenannte Altkennzeichen wieder einzuführen – eine Regelung, die ausschließlich früheren Kreisstädten vorbehalten blieb. Das wollen die unterzeichnenden Kommunen nun ändern. Ein eigenes Kürzel fürs Auto sei nicht nur ein Stück regionaler Identität, sondern auch ein Impuls für das Stadtmarketing, heißt es in dem Schreiben. Unterstützung erhoffen sich die Städte, weil das NRW-Verkehrsministerium bereits in der Vergangenheit Altkennzeichen begrüßt und deren Wiedereinführung – wie zuletzt im Kreis Minden-Lübbecke – begleitet habe. Für Rheine böte sich natürlich das Kennzeichen RH an, was aber bereits an den Landkreis Roth in Bayern vergeben ist. Aber ohnehin gehen Ein- und zweistellige Kennzeichen nur an große Städte wie B für Berlin oder DO für Dortmund. Frei wären aber zum Beispiel RHE oder RHN. Ein Kennzeichen wie im Bild wäre übrigens unzulässig: Nummernschilder dürfen nur acht Zeichen haben.
