Lünne. Die Schinkenkanalbrücke an der Wilster Straße zwischen Lünne und Beesten war in die Jahre gekommen und musste entfernt werden. Aufgrund der hohen Kosten für einen Neubau wurde eine kosteneffizientere Lösung gefunden.
Die turnusmäßige Kontrolle hat einen erheblichen Sanierungsbedarf der Schinkenkanalbrücke offenbart. „Eine Sanierung wäre nicht effizient und ein Neubau hätte schätzungsweise Kosten von 500.000 Euro versursacht“, erklärt Samtgemeindebürgermeister Matthias Sils das finanzielle Dilemma.
Fördergelder können für die Brücke nicht eingeworben werden, weil die erforderliche Fahrbahnbreite nicht erreicht wird. „Viele Brücken sind im Zuge des Emslandplanes in den 1960er Jahren entstanden und mittlerweile in die Jahre gekommen. Die Brückensanierung stellt die ländlichen Kommunen vor große Herausforderungen“, macht Sils deutlich.
Nach gründlicher Prüfung und Berechnung der Wassermengen haben Fachplaner ermittelt, dass an der Wilster Straße ein Rahmenprofil für die Unterführung der Straße eine technisch machbare und zugleich kostengünstige Alternative darstellt. Im Vergleich zur Sanierung können die hierfür anzusetzenden Kosten nach den Worten von Bürgermeister Norbert Hüsing um ein Drittel reduziert werden.
Die alte Brücke wurde entfernt und die Vorbereitungen für das Einsetzen der Rahmenelemente mit einem Querschnitt von 2 mal 4 Metern werden getroffen. Wenn auch die Witterungsbedingungen mitspielen, sollen die Arbeiten im Herbst abgeschlossen werden. „Der zeitliche Ablauf wurde auf die landwirtschaftlichen Belange abgestimmt“, gibt Hüsing zu bedenken.
Ein besonderer Fokus liegt ebenso auf ökologische Bedingungen. So enthält der Wasserdurchlass beidseitig eine sogenannte Kleintierberme, mit der Kleintiere wie Frösche, Igel und Co. die Straße sicher passieren können. Für die Zeit wird die Wilster Straße im Bereich des Schinkenkanals gesperrt. Eine Umleitung ist ausgeschildert.
