Neues Zuhause für den „Treffpunkt Bank“

Kaum, dass der Fototermin, zu dem sich die Ehrenamtlichen Hannelen Stoffers, Iris Rieke, Margret Borkmann (vorne von links) sowie Ewald Staggenburg mit Bibliothekarin Arzu Ueding aufgestellt hatten, beendet war, kam ein älteres Ehepaar in die Bibliothek, setzte sich spontan aufs Sofa und kam mit Ewald Staggenburg ins Gespräch. Zum Team gehört zudem auch Hermann-Josef Wellen (nicht auf dem Foto). Foto: Stadt Rheine

Rheine

Rheine. Waren es bisher Bänke vorm Rathaus und am Pfarrer-Bergmannshoff-Platz unter freiem Himmel, so zieht es den „Treffpunkt Bank“ nun nach drinnen. Das Projekt, das die Stadt Rheine, Bereich Koordination der Seniorenarbeit, und der Jugend- und Familiendienst e. V. (jfd) vor mehr als zwei Jahren etabliert haben, geht in die Stadtbibliothek im neu gestalteten Rathauszentrum; der Wunsch der Ehrenamtlichen nach einem „Winterquartier“ ging damit in Erfüllung.

„Bis auf Weiteres finden Interessierte den Treffpunkt Bank dort“, teilt die Koordinatorin des Angebots, Karin Bockstette vom jfd, mit, die sich allerdings die Räumlichkeiten auch als künftigen Standort über den Winter hinaus vorstellen kann.

Alles andere bleibt wie bisher. An zwei Nachmittagen in der Woche – dienstags und donnerstags von 15 bis 16 Uhr – leihen geschulte Ehrenamtliche quasi ihr Ohr und bieten Menschen die Gelegenheit, einfach mal mit jemandem locker ins Gespräch zu kommen; wer Redebedarf hat, kommt einfach vorbei. Die Ehrenamtlichen haben sich auf die Fahne geschrieben, für jeden und jede da zu sein – neutral, ohne Konfession, ohne Partei, aber immer analog, empathisch und auf Augenhöhe. Zu erkennen ist der Treffpunkt Bank – genau genommen ist es nun eigentlich der „Treffpunkt Sofa“ – auch am neuen Standort an der grünen Beach-Flag und dem gemütlichen grünen Sitzkissen mit der freundlichen Aufforderung beziehungsweise Einladung „Bitte Platz nehmen“ direkt beim Betreten der Stadtbibliothek.

„Das hat durchaus Synergieeffekte, denn wir haben hier die Laufkundschaft“, bestätigt Bibliothekarin Arzu Ueding, die die Zusammenarbeit begrüßt und sich gefreut hat, als das Team vom Treffpunkt Bank auf sie zugekommen ist. Die Stadtbibliothek sieht sich als Dritter Ort. „Der Erste Ort ist unser Zuhause, der Zweite Ort ist die Arbeitsstätte und der Dritte Ort ist dort, wo man sich gerne aufhält, in diesem Fall eben die Bibliothek“, führt sie aus. Zudem sehen sie auch das Problem der Einsamkeit. Um die Gemütlichkeit und das Wohlfühlen noch zu unterstreichen, gibt es die Möglichkeit, sich aus dem Café nebenan einen Kaffee oder ein Stück Kuchen zu kaufen und es mit zum Plaudern zu nehmen. Das Team vom Treffpunkt Bank sucht weiterhin Mitstreiter. Wer sich vorstellen kann, für Gespräche zur Verfügung zu stehen, meldet sich bei Karin Bockstette unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder unter 05971 / 91448-181. Die Anwärterinnen und Anwärter erhalten in einer Schulung das Rüstzeug für die Gesprächsführung.


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