Rheine. Der TV Jahn baut drei Padel-Courts auf seinem Außengelände am Sportpark: Das war eine der beiden großen Nachrichten, die der Verein auf seinem Jahrespressegespräch am vergangenen Dienstag zu verkünden hatte.
Die andere: Mit 11.040 aktiven Mitgliedern zum 1. Januar 2026 ist der TV Jahn der größte Sportverein Westfalens, möglicherweise sogar Nordrhein-Westfalens. Abgesehen von den großen Fußballvereinen natürlich, deren Mitglieder aber zum weitaus größten Teil nicht aus aktiven Sportlern bestehen, wie das aber beim TV Jahn der Fall ist.
„Wir haben noch nie zu irgendeiner Sportart eine so hohe Nachfrage wie zu ‚Padel‘ bekommen“, erklärte Ralf Kamp, Vorstandvorsitzender des TV Jahn, wie es zur Planung der drei Padel-Courts am Sporpark kam. Padel ist ein dynamischer Rückschlagsport, der (vereinfacht erklärt) Tennis und Squash zu einem schnellen und dabei auch für Anfänger leicht zugänglichen Sporterlebnis vereint. Durch das kleinere Spielfeld und Wände als Begrenzung entstehen spektakulär und im Vergleich zu Tennis oder Squash lange Ballwechsel, die sofort Spaß machen. Egal ob Anfänger oder Profi – Padel begeistert in jeder Spielstärke. Kein Wunder, dass Padel gerade rasant zum Trendsport Nummer eins wächst. „Wir glauben, dass die Nachfrage nach Padel-Plätzen weiter steigtt und später noch mehr als die drei geplanten Plätze gebraucht werden“, ist Ralf Kamp überzeugt.
Erste Bälle werden im Juni gespielt
Zurzeit werden die Aufträge für den Bau der Courts vergeben. Gebaut wird im April und Mai; „fertig werden die Plätze zwischen dem 1. und 30. Juni“, mochte sich Kamp jetzt noch nicht auf einen exakten Eröffnungstag festlegen. Die Plätze sollen neben den Vereinsmitgliedern dann auch Nichtmitgliedern zur Verfügung stehen.
Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Martin Möhring lenkte anschließend den Blick auf die Investitionen in die Nachhaltigkeit, denen sich der Verein verpflichtet fühlt und die auch wieder für das laufende Jahr vorgesehen sind. Drei Maßnahmen stehen dabei in diesem Jahr im Focus. „Wir investieren in eine Ladeinfrastruktur am Sportpark“, führte Möhring aus. Insgesamt werden drei Ladesäulen mit je zwei Ladeplätzen installiert. Des Weiteren wird eine PV-Anlage auf dem Dach des Sportforums an der Sprickmannstraße errichtet, deren Stromerzeugung in den Eigenverbrauch fließen wird. „Und wir haben einen Förderantrag für eine Dachbegrünung am Sportpark gestellt“, erklärte Möhring abschließend. Verbessert werde nach der Bewilligung und der Ausführung das Mikroklima rund um die Gebäude, der Hitzeschutz in den Gebäuden wird optimiert und auch dem Überschwemmungsschutz diene solch eine Begrünung letztlich.
Auch ein detaillierter Blick auf die Finanzen wurde im Rahmen des Pressegespräches geworfen.
Hier, standen Ausgaben von 9.398.665,08 Euro Einnahmen von 9.404.750,10 Euro gegenüber, „was unter dem Strich zu einer soliden, schwarzen Null bei einem kleinen Überschuss von 6.085,02 Euro führt“, so Ralf Kamp.
