Filmmusik auf sechs Saiten

Lang anhaltender Applaus zeigte die Begeisterung des Publikums – ein rundum gelungener Konzertabend, der die Vielseitigkeit der Gitarrenmusik eindrucksvoll unter Beweis stellte. Foto: privat

Rheine

Rheine. Eine freudige, lebendige Atmosphäre erfüllte den Gemeindesaal der Kirchengemeinde Jakobi, als das Gitarrenensemble Rheine am Samstag zu seinem Konzert „Filmmusik auf sechs Saiten“ einlud. Das ausverkaufte Haus zeigte bereits vor Beginn: Die Vorfreude auf einen besonderen musikalischen Abend war groß – und das Publikum wurde nicht enttäuscht.

Den Auftakt gestalteten die „Gitarren-Kids“ unter der Leitung von Anja Korthaneberg. Mit dem berühmten „James Bond Theme“ von John Barry präsentierten die jungen Musikerinnen und Musiker einen selbstbewussten Einstieg und bewiesen eindrucksvoll ihr Können.

Im Anschluss zeigte das Jugendgitarrenensemble „Guitarissimo“, Leitung ebenfalls Anja Korthaneberg, mit „Tango – Arabella“ von Karl Weikmann und „Paulchen Panther“ seine stilistische Vielfalt – mal rhythmisch pointiert, mal mit augenzwinkerndem Charme.
Durch das Programm führte Joachim Wallrabenstein, der mit seiner unterhaltsamen Moderation immer wieder für Schmunzeln sorgte und charmant durch den Abend leitete.
Dann betrat die Hauptgruppe des Gitarrenensemble Rheine die Bühne: Mit dem „Arcade Medley“, dirigiert von Anja Korthaneberg, setzte sie einen ersten kraftvollen Akzent und zeigte eindrucksvoll ihr Zusammenspiel.
Ein besonderer musikalischer Abschnitt folgte unter der Leitung von Charlotte Breulmann: Mit „Hedwig’s Theme“ aus „Harry Potter“, dem brasilianischen „Manhã do Carnaval“ von Luiz Bonfá und „My Heart Will Go On“ aus dem Film „Titanic“ spannte das Ensemble einen Bogen von zauberhaften Klangwelten bis hin zu gefühlvollen Balladen.
Für einen stilistischen Kontrast sorgte anschließend „The Entertainer“ von Scott Joplin, dirigiert von Marie Gövert, das mit präzisem Rhythmus und lebendiger Spielfreude überzeugte.
Die weiteren Werke lagen wieder in den Händen von Anja Korthaneberg. Mit „Moment for Morricone“ gab es eine Hommage zu Ehren des Filmmusikkomponisten Ennio Morricone, der vor allem für seine Kompositionen für Western bekannt ist.
Ein besonderer Höhepunkt war die Filmmusik zu „Fluch der Karibik“, das durch die Percussion-Begleitung von Felix und Jonas Stegemann zusätzliche Energie erhielt. Beim abschließenden „Bohemian Rhapsody“ von Freddie Mercury wurde das Klangspektrum nochmals erweitert: Neben der Percussion bereicherte auch die E-Gitarre, gespielt von Luca Jesußek, das Ensemble und sorgte für einen eindrucksvollen, kraftvollen Abschluss.


Wer dieses Erlebnis verpasst hat, bekommt bald eine neue Gelegenheit: Am 14. Juni spielt das Gitarrenensemble Rheine um 15 Uhr im Stadtpark Rheine.


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