Rheine. Seit vielen Jahren ist sie fester Bestandteil der Feier der Karwoche in Rheines Stadtkirche: die „Düstere Mette“. Chormusik aus sechs europäischen Ländern wird am Mittwoch, 1. April um 20 Uhr im Rahmen dieser besonderen Feierstunde in Sankt Dionysius erklingen.
Dabei spannt sich der Bogen vom im Westen gelegenen Frankreich über Spanien im Süden und die britischen Inseln bis hin zu den baltischen Staaten Lettland und Litauen im Nordosten Europas. Staaten, die seit Jahrhunderten ein gemeinsames kulturelles Erbe pflegen. Vornehmlich in lateinischer Sprache erklingen die liturgischen Gesänge zur Passion Christi, Texte aus dem Alten Testament, im Besonderen aus den Schriften des Propheten Jeremias, führen ein in die besondere Spiritualität der Heiligen Woche vor Ostern.
Fünfzehn Kerzen brennen zu Beginn der Mette auf einem großen Leuchter im Altarraum. Vierzehn symmetrisch angeordnete Kerzen stehen für die elf Apostel, die Jesus nach dem Verrat des Judas Iskariot noch geblieben sind, und für die so genannten drei Marien, die nach dem Bericht des Evangelisten Johannes bei Jesus unter dem Kreuz gestanden haben. Nach jeder Lesung und nach jedem Gesang wird eine Kerze gelöscht. Am Schluss brennt einsam und verlassen nur noch die mittlere Kerze, die Christus-Kerze. Es soll jenes nie verlöschende Licht darstellen, das dann in der Osternacht als Licht Christi (lat. Lumen Christi) die Auferstehung Jesu symbolisieren wird.
Es singt die Capella Sankt Dionysius unter der Leitung von Peter Petermann. Wie immer zu dieser besonderen Feierstunde in der Karwoche wird der Chor im Westen der Kirche, unter dem Turmjoch, Aufstellung nehmen. Der Eintritt ist frei.
