Ab Montag Einsatz gegen Eichenprozessionsspinner

Die feinen Brennhaare der Raupe können beim Menschen schwere, allergische Reaktionen auslösen. Foto: B. Schoenmakers / commons.wikimedia.org / Lizenz: CC BY 3.0

Rheine

Rheine. Die Technischen Betriebe Rheine führen zur Eindämmung des Eichenprozessionsspinners erneut auch die Bekämpfung von EPS-Raupen durch das Besprühen der Baumkronen von ausgewählten Eichenbeständen auf öffentlichen Flächen und an städtischen Straßen in besonders gefährdeten und für den Einsatz geeigneten Bereichen mit einem zugelassenen Bacillus thuringiensis (Bt) – Präparat („Foray ES“) durch.

Das nach dem Biozidrecht für den Anwendungszweck des menschlichen Gesundheitsschutzes zugelassene Bakterien-Präparat hat eine geringe Wirkungsdauer von etwa 2 bis 3 Tagen und wirkt als Fraßgift selektiv auf freifressende Schmetterlingsraupen. Für Menschen, andere Tiere oder Pflanzen ist das eingesetzte Präparat nicht schädlich. Das Präparat wird in anderen Regionen von NRW und dem Bundesgebiet sowie auch in den benachbarten Niederlanden schon seit einigen Jahren erfolgreich gegen EPS-Raupen eingesetzt. Der Einsatz und die Anwendungsbedingungen im Kreis Steinfurt wurden bereits im vergangenen Jahr auch mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt.

Die Ausbringung des Biozids erfolgt durch qualifizierte Mitarbeiter der Technischen Betriebe Rheine mit Einsatz eines fahrzeuggeführten Hochdruckturbinen-Sprühgerätes („Sprühkanone“). Die TBR wird die Sprühbehandlung der betreffenden Eichen an drei bis vier Tagen, voraussichtlich ab Montag, 27. April ausführen. Da die Sprühbehandlung sehr witterungsa bhängig ist, kann es zu Unterbrechungen im Arbeitsablauf kommen. Die Behandlung soll spätestens am Freitag, 15. Mai abgeschlossen sein.

Aufgrund der rückläufigen Gesamtverbreitung des Schädlings beschränkt sich die Biozidbehandlung vorrangig auf sensible, öffentliche Bereiche wie Spielplätze und Schulen. 

Kontakt mit dem Sprühnebel meiden

Die Biozidbehandlung wird an Eichen ausgeführt, die in den letzten Jahren regelmäßig starken EPS-Befall aufwiesen und die sich auf besonders gefährdeten oder sensiblen städtischen, öffentlichen Flächen befinden.

Neben einigen Schulhöfen, Spielplätzen und sensiblen Bereichen der städtischen Park- und Grünanlagen, werden auch von EPS befallene Eichen an einzelnen stark frequentierten innerörtlichen Straßen sowie an einigen besonders gefährdeten oder beeinträchtigten Wohnsiedlungsbereichen mit dem Bt-Präparat behandelt. Die direkten Anwohner von Straßen und Anlagen, in denen Eichen mit dem Bakterienpräparat besprüht werden sollen, werden vorher mit einem kurzen Schreiben über die anstehenden Arbeiten informiert und gebeten, sich während der Mittelausbringung nicht im Freien aufzuhalten und Fenster und Türen geschlossen zu halten. Ein direkter Kontakt mit dem Sprühnebel sollte vermieden werden. Die Arbeitsbereiche werden daher auch jeweils abgesichert.

Wenn die Arbeiten an Eichen im Straßenraum durchgeführt werden, wird es zu kurzzeitigen Absperrungen und Behinderungen des Straßen- und Rad- sowie des Fußverkehrs kommen. Relevante Beeinträchtigungen des Straßenverkehrs sind zeitweise im Bereich der Sandkampstraße, der Bergstraße und der Brückenstraße in Elte zu erwarten. Auch der Zugang zu Bereichen von Grünanlagen, in denen Eichen besprüht werden, wird zeitlich befristet nicht möglich sein. Hierfür bitten die Technischen Betriebe um Verständnis.


Anzeige