Was Maria 2.0 in diesem Jahr plant

Die Gruppe Maria 2.0 ist am 11. Juli mit einem Infostand in der Stadt vertreten. Foto: privat

Rheine

Rheine. Auch in diesem Jahr steht bei der Gruppe Maria 2.0 aus Rheine wieder einiges auf dem Programm. Nachdem im vergangenen Monat bereits ein Gottesdienst gemeinsam mit der alt-katholischen Gemeinde St. Johannes in der Jakobikirche gefeiert wurde, besteht weiteres Interesse daran, wie die alt-katholische Kirche einige Dinge, die Maria 2.0 von der römisch-katholischen Kirche fordert, bereits in ihren Gemeinden leben. 

Unter der Überschrift „Du Papa, können Männer auch Pfarrerin werden!“ erzählt die Pfarrerin Klara Robbers am 2. Juli um 19 Uhr im Basilikaforum von der Verdrängung der Frau im christlichen Kontext und vom Weg der Frauenordination in der alt-katholischen Kirche.

Zum Austausch an einem Informationsstand in der Innenstadt lädt die Gruppe Maria 2.0 am 11. Juli und am 15. August ein. An der Ecke Münsterstraße/Emsstraße freuen die Frauen sich zwischen 10 und 13 Uhr auf einen regen Austausch und gute Gespräche. Eine Neuerung ist der Pilgertag im Bentlager Wald, organisiert von den Maria 2.0 Gruppen aus Münster und Osnabrück, mit dem die Rheinenser Gruppe im engen Kontakt steht. Am 6. September treffen sich alle Interessierten unter dem Motto „Pilgern mit Phoebe“ um 12 Uhr in der Kapelle des Kubus. (ehemals Gertrudenstift).

Ein besonderes Highlight stellt der Besuch von Katharina Ganz am 23. November im Basilika Forum dar. Schon lange hat die Gruppe es versucht, in diesem Jahr ist es ihr gelungen die Autorin des Buches „Frauen stören“ für einen Abend zu gewinnen, an dem sie vorlesen und gemeinsam mit den Teilnehmenden über die Frauenfrage diskutieren wird. Sr. Katharina Ganz ist Ordensschwester, Theologin und war von 2013 bis 2025 Generaloberin der Oberzeller Franziskanerinnen. Ganz setzt sich aktiv für die Gleichberechtigung von Frauen in der katholischen Kirche und für die Zulassung von Frauen zum Weiheamt ein. Ohne Frauen habe die Kirche keine Zukunft, die Evangelisierung bleibe auf halber Strecke stecken. „Es wird also Zeit, dass Frauen stören.“ Die Gruppe Maria 2.0 freut sich auch in diesem Jahr allen Interessierten verschiedene Termine anbieten zu können, um gemeinsam an dem Wunsch und der Forderung nach Veränderung in der römisch-katholischen Kirche beharrlich fest zu halten.


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