Bundespreis für Denkmalpflege

Das Haus Münstermauer 27 Foto: privat

Rheine

Rheine. Zwei außergewöhnlich Mitteilungen sorgen für Jubel beim Verein Historische Altstadt Rheine (HAR): Für seine herausragenden Leistungen bei der Restaurierung des Hauses Münstermauer 27 wird der Verein im Oktober sowohl mit dem Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege als auch mit dem Deutschen Preis für Denkmalschutz 2026 ausgezeichnet, bei letzterem mit der „silbernen Halbkugel“. 

„Das ist die höchste Auszeichnung im Denkmalschutz in Deutschland. Dass dafür unser kleines Mauerhaus in Rheine ausgewählt worden ist, macht uns alle sehr stolz und hebt die Stadt Rheine geschichtlich und denkmalbezogen auf ein ganz anderes Level“, sagte Vereinsvorsitzender Dr. Peter Rohlmann in einer ersten Stellungnahme. Er dankte allen, die den HAR bei seinen Aktivitäten in Forschung, Restaurierung und Aktivierung unterstützt haben. „Dieser Preis ist nicht nur Auszeichnung und Wertschätzung, sondern auch Verpflichtung und Ansporn für die Zukunft“, sagte Rohlmann.

Der Bundespreis für Denkmalpflege wird jährlich vom Zentralverband des Deutschen Handwerks und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ausgelobt. Er ist mit insgesamt 30.000 Euro Preisgeld je Bundesland dotiert, aufgeteilt auf mehrere Preisträger. Der Deutsche Preis für Denkmalschutz wird in vier Kategorien verliehen. Fünf Preisträger teilen sich in diesem Jahr die höchste Auszeichnung: Der Verein Historische Altstadt Rheine, der Förderkreis Friedhof Meerane (Sachsen), Junge Archäologen in der Altmark (Sachsen-Anhalt), die Eigentümer der Burgruine Wallrabenstein (Hessen) und „Gleis 69“ e.V. (Berlin).

Den Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege wird NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst im Oktober in Düsseldorf den Preisträgern übergeben. Der Deutsche Preis für Denkmalschutz wird am 26. Oktober in Schwerin verliehen.

Das Haus Münstermauer 27 ist während der Ferien, abgesehen von den offiziellen Führungen über den Verkehrsverein, geschlossen. Öffnungszeiten für die Allgemeinheit werden erst wieder Ende August angeboten. Dann übrigens mit einer innovativen und in Rheine erstmals angebotenen Erkundungsmöglichkeit über QR-Codes in jedem Raum. Über diese Codes kann jeder Besucher auf seinem Smartphone zweiminütige Videos abrufen, die viele Informationen über die Bewohner, Spuren und geschichtliche Hintergründe in dem Baudenkmal bieten.


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