Rheine. Baudenkmale sind steinerne Zeugen der Geschichte. Oft geben gerade sie einer Stadt ihr eigenes, unverwechselbares Gesicht. Deshalb koordiniert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz den jährlichen Tag des offenen Denkmals, um historische Bauten zugänglich zu machen, Wissen zu vermitteln und für die Denkmale und ihre Pflege zu sensibilisieren. Am Sonntag, 13. September steht der Tag des offenen Denkmals unter dem bundesweiten Motto: „NetzWERKE: Denkmale und Infrastruktur“.
Bereits am Vormittag öffnet die Thiekapelle Wadelheim (11 bis 17 Uhr). Die Paten der Kapelle informieren über die lange Geschichte der Kapelle. Zur gleichen Zeit öffnet die sehenswerte Alte Kirche St. Johannes d. T. in Rheine-Mesum ihre Türen (11 bis 17 Uhr), wo um 11.30 Uhr und 14.30 Uhr auch Führungen angeboten werden.
In der Innenstadt öffnet die Bönekerskapelle von 11 – 15 Uhr. Auch hier werden zwei Führungen (11.30 und 13.30 Uhr) angeboten.
Am Kloster Bentlage startet um 11 Uhr eine Führung mit dem Historiker Lothar Kurz, der erläutert, welche heute fast vergessenen Verbindungen das Kloster zu anderen Orten in Europa hatte.
Ebenfalls um 11 Uhr startet die Führung „Das steinerne Geschichtsbuch“ auf dem Alten Friedhof an der Salzbergener Straße.
Um 12 Uhr öffnen sich die Türen des historischen Mauerhauses an der Münstermauer 27. Zu jeder vollen Stunde werden die Bauspuren und die Bedeutung des Gebäudes als „Haus der Kleinen Leute“ bei Führungen lebendig veranschaulicht.
Im Atelier des Museums Falkenhof können alle Kinder ab 14 Uhr eigene Werke im „Styropor-Druck“ schaffen. Die Live Speaker (14 bis 17 Uhr) informieren auf allen Ebenen des Hauses, und Museumsleiterin Ute Christina Koch nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf einen Rundgang (14 und 16 Uhr) zu den baugeschichtlichen Spuren im Falkenhof.
In der Kirche St. Dionysius wird das spätgotische Triumphkreuz heruntergelassen und kann aus nächster Nähe betrachtet werden (14 bis 18 Uhr). Zwei Führungen nehmen unter anderem u. a. ein 1926 gestiftetes Chorfenster in den Blick (15 und 17 Uhr). In der St. Antonius-Basilika können von 14 bis 18 Uhr die Krypta, das Basilika-Museum, der Kreuzkeller und der Krippenkeller besichtigt werden. Führungen werden um 14.30 und 16 Uhr angeboten.
Zum ersten Mal dabei ist das private Haus Auf dem Thie 6, heute als Gaststätte Köppken genutzt. Hier ist von 16 bis 20 Uhr der eindrucksvolle Gewölbekeller zu besichtigen.
Führungen werden angeboten zum jüdischen Friedhof am Mühlentörchen (14 Uhr) und auf dem jüdischen Friedhof an der Lingener Straße (15 Uhr). Männliche Teilnehmer werden dabei gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen.
Im Salzsiedehaus können Kinder kleine Salzkörbe flechten und Live Speaker informieren über die Historie. Im Salzpavillon zeigen die Sieder des Fördervereins, wie viel Geschick und Wissen es braucht, um die Salzkristalle zu gewinnen (alles 14 bis 17 Uhr).
Bei der Führung „Salz und Technik“ um 15 Uhr steht dann das Turbinenhaus im Mittelpunkt. Die Energiegewinnung an der Saline mittels Wasserkraft, Windkraft und der späteren Turbine wird anschaulich erklärt. Im Museum Kloster Bentlage kann man mit den Live Speakern ins Gespräch kommen und Kinder können an der Button-Station die beliebten Anstecker selbst gestalten. Alle Angebote sind kostenlos. Flyer liegen an den Veranstaltungsorten aus.
