Rheine. Im Mittelpunkt des künstlerischen Schaffens der Reihe „Altes Stroh zu neuem Gold“ steht das komplexe Thema Märchen. Im Märchen werden durch Magie wundersame Metamorphosen ermöglicht: So schafft es Rumpelstilzchen, Stroh zu Gold zu spinnen.
Kunst besitzt ebenfalls Magie und kann Dinge in neuem Glanz erstrahlen lassen. Davon ist der Verein „KünstlerinnenForum Münsterland e.V.“ überzeugt und hat Künstler aus dem Münsterland aufgerufen, sich für die Teilnahme an dem Projekt zu bewerben. Ausgestellt werden die ausgewählten Werke in unterschiedlichen Konstellationen an drei bedeutsamen Orten im Münsterland: Nachdem die Ausstellung in den Monaten März bis Mai auf der Burg Hülshoff in Havixbeck besucht werden konnte und von August bis November in der Ehemaligen Textilfabrik Herding in Bocholt zu sehen ist, sind die Exponate nun ab sofort im Kloster Bentlage in Rheine für alle Kunstinteressierten zugänglich.
Gezeigt werden hier 19 künstlerische Positionen: Grafik, Malerei, Fotografie und Video sowie Installationen, klein und filigran oder auch raumgreifend und wandfüllend.
Die Kuratoren Nina Dunkmann, Kuratorin der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen, und Jan-Christoph Tonigs, künstlerischer Leiter des Klosters Bentlage in Rheine, haben gemeinsam ein Ausstellungskonzept erarbeitet, das bildgewaltig und sehr anschaulich die Transformation vom Alltäglichen zum Märchenhaften und umgekehrt aufzeigt.
Nicht zuletzt gratulieren die Austellungsmacher mit „Altes Stroh zu neuem Gold“ auch der Europäischen Märchengesellschaft, die ihren Sitz im Kloster Bentlage hat und gerade ihr 60-jähriges Bestehen feiern durfte. Als Projektpartner ist die Europäische Märchengesellschaft mit eigenen Erzählveranstaltungen am Ausstellungsprogramm beteiligt und war Anlaufstelle für Fachfragen der Künstler. Bis zum 7. August erwartet die Besucher im Kloster eine atmosphärisch abwechslungsreiche Ausstellung.
