Rheine. „So ein Heimspiel ist fast aufregender als Ausstellungen in weit entfernten Kunstmetropolen“, sagt Matthias Weischer, dessen Ausstellung „In und auf Papier“ am Freitag (16. September) im Kloster Bentlage eröffnet wird.
Als Vertreter der neuen Leipziger Schule hat der gebürtige Rheinenser den Durchbruch im internationalen Kunstgeschehen geschafft und stellt erfolgreich zwischen Hongkong und New York aus. Mit der Ausstellung „Im Grünen“ war er zuletzt 2009 im Kloster Bentlage zu sehen. Im Sommer 2014 war er dann für vier Wochen vor Ort, um in der Druckwerkstatt Bentlage auf einem sogenannten Pulp-Painting – handgeschöpftes Papier, das von ihm mit farbiger Papiermasse gestaltet wurde – eine aufwändige Siebdruckedition zu schaffen.
Die Ausstellung „In und auf Papier“ zeigt auf der Ökonomie von Kloster Bentlage die großformatigen Pulp-Paintings, an denen Weischer seit einigen Jahren arbeitet, sowie das aktuelle grafische Werk: neben Farbradierungen und Linolschnitten auch den oben genannten Siebdruck, der in Bentlage entstanden ist. Bis kurz vor Ausstellungsbeginn arbeitete Weischer noch an zwei neuen Pulp-Paintings und Zeichnungen, die dann erstmals in Bentlage präsentiert werden. Im Rahmen der Ausstellung wird zudem die Filmdokumentation „Das Auge ist immer auf Beutezug: Matthias Weischer im Portrait“ laufen, die das Kloster Bentlage anlässlich seines Arbeitsaufenthaltes in der Druckwerkstatt produziert hat.
Ergänzt wird die Ausstellung mit einer Präsentation im Textilmuseum Rheine, wo eine Fotoausstellung über die Alte Spinnerei in Leipzig gezeigt wird; hier hat Matthias Weischer gemeinsam mit weiteren namhaften Künstlern sein Atelier. Eine spannende Kooperation, denn so können die Besucher sowohl einen Eindruck von Weischers Werk als auch von seiner Werkstatt bekommen.
Zur Ausstellungseröffnung im Kloster Bentlage am Freitag (16. September) um 19.30 Uhr wird Matthias Weischer im Gespräch mit dem künstlerischen Leiter Jan-Christoph Tonigs in die Ausstellung einführen – und anschließend mit Kunstfreunden und alten Bekannten den Abend bei dem ein oder anderen Getränk ausklingen lassen. Der Eintritt ist frei; ab 19 Uhr verkehrt ein Pendelbus zwischen dem Parkplatz Saline Gottesgabe und dem Kloster.
