Starkregen

V.l.: Dr. Klaus Effing (Landrat Kreis Steinfurt), Prof. Dr. Reinhard Klenke (Regierungspräsident), Dr. Peter Lüttmann (Bürgermeister), Josef Lucas (Vorstand Technische Betriebe Rheine), Dr. Christel Wies (Abteilungsleiterin Umwelt – Bezirksregierung), Udo Eggert (Leiter Entwässerung Technische Betriebe Rheine) Foto: Stadt Rheine

Rheine

Rheine. Einen Überblick über die Schadenslagen während des Starkregens Ende Juni 2016 verschaffte sich Regierungspräsident Professor Dr. Klenke bei seiner Tour durch den Kreis Steinfurt.

Zusammen mit Dr. Christel Wies, Abteilungsleiterin Umwelt bei der Bezirksregierung Münster, und Dr. Klaus Effing, Landrat des Kreises Steinfurt, besuchte er dabei auch die Stadt Rheine. Zusammen mit Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann, Josef Lucas, Vorstand der Technischen Betriebe Rheine (TBR), und Udo Eggert, Leiter Entwässerungsabteilung bei den Technischen Betrieben Rheine, wurden die besonders in Mitleidenschaft gezogenen Abschnitte besichtigt.

Zunächst ging es Richtung Bahnhofsunterführung am Kardinal-Galen-Ring, wo anhand von Bildern und noch sichtbaren Schäden deutlich gemacht wurde, dass in Folge der heftigen Regenfälle das Wasser bis auf 1,80 m über Straßenniveau angestiegen war. Bei einigen angrenzenden Unternehmen waren hierdurch erhebliche Wasserschäden zu verzeichnen. Trotz einwandfreier Funktion des Abwasserbeseitigungssystems war das Kanalnetz aufgrund der extremen Niederschläge nicht in der Lage, die Wassermassen in der kurzen Zeit aufzunehmen und abzuführen.

Um künftig Schäden zu vermeiden oder zu mindern, untersucht die TBR derzeit verschiedene Möglichkeiten, das Oberflächenwasser zukünftig noch schneller ableiten zu können. Schäden ganz anderer Natur zeigten sich bei der Besichtigung des Thiebergs an der Hünenborg. Hier hatte sich bekanntlich durch die kräftigen Regengüsse eine Lawine aus mehreren Tausend Tonnen Schlamm aus einem Maisfeld gelöst und war in (Vor-)Gärten, Wohnungen und Keller angrenzender Häuser eingedrungen. Herr Lübbing, Sprecher der betroffenen Anwohner, schilderte noch einmal anschaulich, welche Schäden verursacht wurden, aber auch, mit welchen Mitteln die Gefahr für zukünftige Vorkommnisse verringert werden können.

Aber auch an dieser Stelle wurde deutlich, dass allein aufgrund der Hang- und Grundstückslage – einige Häuser liegen in einer Senke – auch zukünftig ähnliche Gefährdungen nicht gänzlich ausgeschlossen werden können. Interessiert zeigte sich Regierungspräsident Prof. Dr. Klenke an den Maßnahmen, die jede/r Grundstückeigentümer/in mit vertretbarem Aufwand durchführen kann, um künftig besser geschützt zu sein. Bei diesen Maßnahmen stehen – so Dr. Lüttmann – die TBR auch weiterhin beratend zur Seite. So werde nach einer ersten Kontaktaufnahme den betroffenen Eigentümer/innen ein Formular zur Verfügung gestellt, in dem die spezifischen Verhältnisse vor Ort erfasst würden. Hierdurch ergeben sich für die meisten Hilfesuchenden bereits Selbsterkenntnisse zu Verbesserungsmaßnahmen.

Darüber hinausgehende Fragestellungen beantworten die Mitarbeiter/innen der TBR nach Terminvereinbarung in einem persönlichen Beratungsgespräch, auf Wunsch auch vor Ort. Wegen der hohen Nachfrage ist mit einer Wartezeit von etwa vier bis fünf Wochen zu rechnen.


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