Martinsmarkt auf dem Rheiner Thie

Ein nostalgisches Karussell erfreut die kleinen Besucher. Foto: Liesenkötter

Rheine

Rheine (isr). Am kommenden Wochenende (5. und 6. November) findet auf dem Thie wieder der traditionelle Martinsmarkt statt.

Rund um das Glockenspielhaus können Sie am Samstag von 11 bis 18 Uhr und am Sonntag von 13 bis 18 Uhr entspannt shoppen und schlemmen. Eine bunte Mischung aus Fachmarktständen lädt zum Bummeln ein. Der Kerzenmacher ist ebenso vor Ort wie ein Schmuckmacher oder auch das „Bienenhaus“. Ein Kaminbauer präsentiert Heizkassetten nach Maß für offene Kamine zum nachträglichen Einbau und die Händler am Thie halten natürlich auch viele tolle Angebote und Überraschungen für Sie bereit.

Die kulinarische Seite des Marktes überzeugt ebenfalls: Wer Hunger hat, stärkt sich mit Waffeln, Crêpes, Würstchen, Flammkuchen, Fisch oder Pommes.
Für die kleinen Gäste bietet sich zum Beispiel eine Fahrt auf dem nostalgischen Pferdchenkarussell an.

Martinsumzug mussdieses Jahr entfallen

Traurig sind die Veranstalter darüber, dass es bisher nicht gelungen ist, einen Nachfolger für den Darsteller des Heiligen St. Martin zu finden. „Wir haben das Bestreben, die Tradition dieses Umzuges im nächsten Jahr wieder aufleben zu lassen“, so Dirk Westhoff von der Kulturgemeinschaft Thie. Um den Umzug 2016 zu sichern, habe man allerdings leider zu spät vom Nachfolger-Problem erfahren.

„Tag des offenen Museums“

Dafür gibt es aber einen weiteren schönen Programmpunkt für Groß und Klein: Zum Martinsmarkt auf dem Thie lockt das Falkenhof-Museum bei freiem Eintritt am Sonntag (6. November) mit einem Tag der offenen Tür. Während einer kostenlosen Führung kann auch ein Blick durch eine Glasscheibe in das unterirdische Gangsystem geworfen werden, das bei Umbauarbeiten überraschend entdeckt wurde.

Aus diesem Gangsystem wurden zahlreiche Funde geborgen, die aus dem 16. bis 19. Jahrhundert stammen und zum großen Teil der Familie von Morrien zugeschrieben werden können. Die Funde sind heute an ihrem authentischen Ort ausgestellt und belegen den Wohlstand dieser adeligen Familie. Im Morrien-Saal kann die einzigartige bemalte Holzdecke aus dem frühen 17. Jahrhundert bewundert werden. Der Dachboden des Mittelbauses beherbergt die Grafiksammlung des Museums. Anschließend kann man in das geheimnisvolle Dunkel eines Raumes eintauchen, in dem Ritterrüstungen, Schwerter, Lanzen oder Kanonen unruhige Zeiten dokumentieren. Der Museumspädagogische Dienst bietet an diesem Tag auch öffentlichen Führungen um 15 und 16 Uhr an. Die Sonderausstellung „1616 – Bürger, Schützen, Könige“ kann ebenfalls bei freiem Eintritt besichtigt werden. Diese Ausstellung zeigt die Ursprünge des Schützenwesens und die enge Verbindung mit der Stadtgeschichte.

Verkaufsoffener Sonntag – ausschließlich auf dem Thie

Nach einer eingehenden Prüfung hatten sich die beteiligten Akteure übrigens in der vergangenen Woche dafür entschieden, den Markt durchzuführen. Aufgrund der aktuellen Diskussion um die verkaufsoffenen Sonntage waren die Planungen nämlich ins Wanken geraten. Ein zunächst geplanter Programmpunkt wurde daher auch verändert: Hatte man eigentlich einen verkaufsoffenen Sonntag in der gesamten Innenstadt durchführen wollen, so beschränkt sich der Bereich der geöffneten Geschäfte nun ausschließlich auf den Thie. Das Gremium, das sich für diese Kombination entschied, bestand aus Vertretern des Handelsvereins, der ISG Emsquartier, der Kulturgemeinschaft Thie, des Innenstadtvereins, der IG Emstor, der Verwaltung der Stadt Rheine, des Verkehrsvereins, der EWG Rheine und aus dem Centermanager der neuen Emsgalerie.


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