Der Quempas

Beginn des Konzertes ist um 19 Uhr. Foto: privat

Rheine

Rheine. Von vielen wird es in jedem Jahr sehnlich erwartet: der Quempas, das große Weihnachtssingen in Rheines Stadtkirche am zweiten Weihnachtstag um 19 Uhr. Viele kleine und große Sänger haben in den vergangenen Wochen fleißig geprobt und so manche musikalische Weihnachtsüberraschung vorbereitet.

Einem berühmten Weihnachtslied verdankt der Quempas seinen Namen, dem „Quem pastores laudavere – Den die Hirten lobeten sehre“. Seit dem 14. Jahrhundert war es beliebter Brauch, die Weihnachtsbotschaft mit diesem Lied singend zu verkünden. Vier Sängergruppen stehen sich dabei gegenüber, die vier Himmelsrichtungen symbolisierend. In sechs unterschiedlichen Sprachen singen die Jugendkantorei und die Capella Sankt Dionysius von der Geburt Jesu, von den Hirten auf den Feldern von Bethlehem, den Engeln, die jubilierend die Geburt verkünden, und schließlich von den Weisen aus dem Morgenland, die von weither kommend dem Stern von Bethlehem gefolgt sind. Auf Deutsch und auf Englisch jubeln die Engel, winterlicher Weihnachtssegen wird auf Schwedisch erbeten. Auf Katalanisch überlegt man, was man dem Jesuskind wohl bringen könnte, ein Schälchen Rosinen, einen Korb mit Feigen? Und in Suaheli ist die allgemeine Weihnachtsfreude schließlich kaum zu bremsen. In den großen Weihnachtsjubel einstimmen dürfen beim „Quempas“ in Sankt Dionysius aber auch wieder alle Zuhörer, so beim „Adeste fideles“, bei „The first Nowell“ und beim „O du fröhliche“.

Begleitet werden die Chöre an der großen Orgel der Stadtkirche von Manfred Künnemann. Die Leitung haben Sigrid Ricken und Peter Petermann. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende zur Unterstützung der Arbeit der Jugendkantorei wird gebeten.


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