Rheine. Sieht man sich den Lebenslauf von Reinhard Schäfers an, so erschließt sich einem, welche Vielfalt an Antworten der Referent des diesjährigen Forum Dionysianum seiner Zuhörerschaft zur Frage „Was macht eigentlich ein Botschafter?“ bieten wird.
Die Veranstaltung findet am Sonntag (12. Februar) um 11 Uhr in der Aula des Gymnasiums Dionysianum statt. In Rheine ist der Diplomat zur Schule gegangen, hat am Dionysianum 1968 sein Abitur absolviert, danach Jura studiert und 1977 die Ausbildung zum höheren auswärtigen Dienst angetreten. Er arbeitete seit 1979 zu Zeiten des „Kalten Krieges“ für drei Jahre als Konsul an der deutschen Botschaft in Prag, war danach bis 1985 ständiger Vertreter an der deutschen Botschaft in Mogadischu, dann Referent im Bundeskanzleramt mit Schwerpunkt für Ost-West-Fragen. Von 1988 bis 1991 war er Botschaftsrat in Moskau, anschließend im Auswärtigen Amt und dann erneut im Bundeskanzleramt. Ab 1998 war er Gesandter an der deutschen Botschaft in Paris, ab 2001 Botschafter und Vertreter Deutschlands im Politischen und Sicherheitspolitischen Komitee der EU in Brüssel, ab 2006 Botschafter in Kiew, dann von 2008 bis 2012 in Paris und danach bis 2015 in Rom.
Schäfers wird die Verteidigungspolitik und ihre Veränderung im Laufe der Jahrzehnte ansprechen und auch seine persönlichen Überlegungen zur Banken- und Finanzkrise und den politischen Reaktionen kundtun. Auch die Flüchtlingskrise und der scheinbar drohende Verfall Europas werden thematisiert.
Der Verein Alter Dionysianer (VAD) als Veranstalter freut sich wie immer über ein zahlreiches Erscheinen aller interessierten Bürger. Der Eintritt ist frei; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
