Rheine. „Eigentlich hätte ich vom Inhalt her die Petition auch unterschreiben können!“ – mit diesen Worten nahm Bürgermeister Dr. Lüttmann die Unterschriften der Online-Petition „Hier spielt die Musik“ entgegen.
Der Bürgermeister zeigte sich damit offen für die Sorgen der Eltern und Nutzer der städtischen Musikschule, die sich im September zu einer Arbeitsgruppe zusammengeschlossen hatten, um mit einer Unterschriftensammlung auf die Musikschule aufmerksam zu machen.
Für die Vertreter der Arbeitsgruppe ist es ein großer Erfolg, dass sie mit ihren Themen bei dem Bürgermeister auf offene Ohren stoßen. „Dass es ein ausgewogenes Verhältnis von festangestellten Musikschullehrern und Honorarkräften an der städtischen Musikschule geben sollte, ist auch meine Meinung“, sagte Dr. Lüttmann bei dem gemeinsamen Gespräch im Rathaus. Er versicherte, dass es in diesem Jahr keine weiteren Stellenstreichungen geben werde. „Wir möchten darüber hinaus eine neue politische Diskussion anstoßen. Was ist Rheine seine städtische Musikschule wert? Welche Wertschätzung hat Kultur in Rheine?“, formulierte Kathrin Höffgen die weitergehenden Ziele der engagierten Bürgerinitiative. Die Botschaft ist im Rathaus angekommen.
„Wir planen tatsächlich eine Bestandsaufnahme zum Thema kulturelle Landschaft in Rheine“, so der Bürgermeister. Bereits Ende 2016 war ein Kulturentwicklungsplan in Auftrag gegeben worden; das Ergebnis der Fachplaner soll es Politik und Verwaltung ermöglichen, eine generelle Lösung für die Verteilung des Kulturetats zu finden. Die Unterstützer der Musikschule äußerten ihren Wunsch, dass im Zuge der Planung die Musikschule auch zukünftig qualifiziert fortbestehen könne. In der Vergangenheit sei bei ihnen der Eindruck entstanden, dass der qualifizierte Instrumentalunterricht an der Musikschule bald nicht mehr gewährleistet sei.
Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann sah ebenfalls die große Bedeutung einer Musikschule, wies aber gleichzeitig auf die Notwendigkeit zur Haushaltsdisziplin hin.
„Ich finde es begrüßenswert, wenn Bürger sich aktiv an gesellschaftlichen und politischen Fragen beteiligen“, äußerte Dr. Lüttmann.
