Rheine. Zu einer Zeitreise in das Ruhrgebiet lädt Jörg Klüter im Auftrag des Jugend- und Familiendienstes Rheine e.V. (Jfd) alle Interessierten am Donnerstag (9. Februar) von 19.30 bis 21.45 Uhr in das Bildungszentrum Bürgerhof Schotthock ein.
Sein Bildervortrag beschreibt die Schönheit und Faszination des „Potts“, einer Region, die 150 Jahre lang von Kohle und Stahl geprägt war, und die heute, nach einem schwierigen Prozess des Strukturwandels, dank zahlreicher Sehenswürdigkeiten und Erlebnismöglichkeiten immer mehr Besucher anzieht.
Über die Zeche und Kokerei Zollverein geht es über Eisenbahnen, Kanälen und Schleusen zum Schiffshebewerk in Henrichenburg. Sie stehen für die Mobilität, ohne die die Geschichte des Ruhrgebietes nicht denkbar gewesen wäre. Danach wird der Duisburger Westen vorgestellt, wo „der Pott noch so richtig kocht“, und zum Ende des ersten Teils zu den Industriebrachen, in die längst die Natur zurückgekehrt ist.
Der zweite Teil beginnt mit der Siedlungsgeschichte, in deren Verlauf ein Lebens- und Arbeitsraum für mehr als fünf Millionen Menschen entstanden ist. Jörg Klüter zeigt Arbeitersiedlungen wie Eisenheim, aber auch Unternehmervillen in Mühlheim und die Villa Hügel in Essen. Er stellt Modelle gelungener Nachnutzung alter Industrieanlagen vor am Beispiel des Gasometers in Oberhausen, der Henrichshütte in Hattingen sowie des Landschaftsparks Duisburg Nord. Mit wie viel Temperament und Leidenschaft die Menschen im Ruhrgebiet mit Fans aus aller Welt das „Sommermärchen“, die Fußballweltmeisterschaft 2006, gefeiert haben, ist ebenso Inhalt wie die Wanderung über die Halden bei Tag und das „Land der tausend Feuer“ bei Nacht.
Der Vortrag kostet 5 Euro. Eine Anmeldung ist notwendig und wird vor Ort unter 05971 / 8029986 sowie per Mail an kursanmeldung@jfd-rheine.de angenommen.
