1984: Orwells Roman auf der Stadthallenbühne

„1984“ ist zu einer Metapher für totalitäre Verhältnisse geworden. Foto: Veranstalter

Rheine

Rheine. Am Donnerstag (30. März) wird um 19.30 Uhr als letzte Aufführung dieser Spielzeit im Theaterring B das Schauspiel „1984“ nach dem Roman von George Orwell in der Stadthalle zu sehen sein. 

Hauptfigur ist Winston Smith, der beim „Ministerium für Wahrheit“ arbeitet, wo er damit beschäftigt ist, alte Zeitungsberichte zu „aktua­lisieren“ und sie damit an die herrschende Parteilinie anzupassen. Er ist ein einfaches Mitglied der diktatorisch herrschenden, sozialistischen Staatspartei, der sich der allgegenwärtigen Überwachung zum Trotz seine Privatsphäre sichern will sowie etwas über die reale, nicht redigierte Vergangenheit erfahren möchte. Dort begegnet er Julia, in die er sich verliebt. Doch der totale Überwachungsstaat, in dem die beiden leben, kontrolliert alles und duldet nichts als absolute Linientreue. So gerät Smith in Konflikt mit dem System, das ihn einer Gehirnwäsche unterzieht. Orwell begann mit der Verfassung des Buches im Jahr 1946 während seines Aufenthaltes auf der Insel Jura vor der Küste Schottlands und stellte es Ende 1948 fertig.

Zum Überwachungsstaat sagte Helmut Schmidt in einem Interview vom 9. Oktober 2008: „George Orwell hat all das schon vor Jahrzehnten vorhergesehen. Das ist ein ekelhafter Nebeneffekt des elektronisch-technischen Fortschritts.“ In dieser Inszenierung von Mirko Schombert, Landestheater Burghofbühne Dinslaken auf der Grundlage einer Bühnenfassung von Alan Lyddiard wird schonungslos alles offengelegt: das System-Theater, technische Apparaturen, menschliche Grenzen und ihre Überschreitungen. Karten können beim Kulturservice unter 05971 / 939-350, -352 oder -353, unter www.stadttheaterrheine.de und an der Abendkasse erworben werden.


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