Plattdeutsche Stimme in der Stadtbibliothek

Margret Pentzek. Foto: privat

Rheine

Rheine. Um Schicksale aus dem Kreis Steinfurt dreht sich das April-Viertelstündchen am Freitag (7. April) um 16 Uhr in der Stadtbibliothek. Margret Pentzek liest Geschichten über Menschen wie Sie und mich.

Zum Beispiel über Hugo, den ganz speziellen Ochtruper Postboten, von Ingrid Suhre liebevoll in der Geschichte „Unter Ausschuss der Öffentlichkeit“ porträtiert. Oder die plattdeutsche Geschichte von Rolf Hakmann über „Wilhelm, de Pensionär“, der angesichts der Anforderungen seiner Frau nicht mehr weiß, ob seine Zeit als Lehrer nicht doch „dat biättere Liäben“ war. Um den kleinen oder großen Unterschied zwischen Frau und Mann geht es auch in ihrer selbst verfassten, noch nicht veröffentlichten Geschichte – natürlich auf Plattdeutsch.

Wie immer verspricht das Viertelstündchen amüsant zu werden. Margret Pentzek ist in Rheine durch ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement in der Pfarrgemeinde Elisabeth und durch ihre Arbeit im Heimatverein bekannt, in dem sie unter anderem für den Arbeitskreis „Plattdeutsche Sprache“ verantwortlich ist. Nicht ohne Grund: Bis zu ihrer Einschulung hat sie ausschließlich Plattdeutsch gesprochen! Sie möchte die Sprache erhalten und den großen Wandel im Leben ihrer Generation damit beschreiben. „Das alles geht natürlich auch in hochdeutscher Sprache. Aber die Sprache der Kinderzeit öffnet nun mal die Herzen der Menschen“, sagt sie. „Noch eenmaol Platt küern!“ – das praktiziert sie auch bei ihren Besuchen im Hospiz.

Lust auf einen etwas anderen Einstieg ins Wochenende? Dann einfach mal reinschauen beim „Viertelstündchen“ im Obergeschoss der Bib­liothek! Der Eintritt ist frei.


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