Die letzten sieben Worte Jesu am Kreuz

Die musikalische Gestaltung hat der „Borns Kleinkoor“ übernommen. Foto: Veranstalter

Rheine

Rheine. Am letzten Sonntag vor Ostern, dem 9. April, findet um 18 Uhr in der St. Dionyskirche die Aufführung des Oratoriums „Die sieben Worte Jesu am Kreuz“ von César Franck aus dem Jahre 1859 statt.

Ausführende sind der „Borns Kleinkoor“ und viele Solisten unter der Gesamtleitung von Barend Slettenaar auf Einladung des Städtepartnerschaftsvereins Rheine und des Partnerkomitees in Borne, gefördert durch die Euregio. Die „Sieben Kreuzesworte“, die in allen vier Evangelien des Neuen Testaments belegt sind, gelten als letzte Botschaft Jesu, mit der er seinen Kreuzestod deutet. Diese während der Kreuzigung Christi ausgesprochenen Sätze werden liturgisch auf den Palmsonntag als Anfang der Karwoche und kirchenmusikalisch als Beginn der Passionskonzerte gesetzt.

Aus der Vielzahl der Kompositionen über die letzten Worte Jesu ragt das kurze Oratorium von César Franck (1822 bis 1890) heraus. Anders als in den vielen anderen Vertonungen kommentiert Franck die letzten Aussprüche Christi in einer opulenten Komposition mit Abschnitten aus dem Alten und Neuen Testament sowie mit Teilen des „Stabat mater“. Vor dieses Oratorium stellt das Passionskonzert drei kirchenmusikalische Kompositionen von César Franck. Zuerst erklingt das schöne, ausdrucksstarke „Ave Maria“ für Sopran und Orgel. Es folgt für Tenor und Orgel das „Panis Angelicus“, das wegen seiner liedhaften Innigkeit zum berühmten Stück der Kirchenmusik Francks geworden ist. Der dritte Vortrag vor den „Sieben Worten“ ist ein Höhepunkt kirchenmusikalischen Schaffens Francks, das „Prélude, fugue et variation“, ein grandioses Orgelwerk, das er seinem Freund Camille Saint-Saëns gewidmet hat.

Der Eintritt zu diesem Passionskonzert ist frei; am Ende des Konzerts wird um eine Spende gebeten.


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