Buntes Stadtteilprojekt

Mit Informationen über ihre Heimatländer und die dort beliebten Köstlichkeiten bedankten sich jetzt die Flüchtlinge bei ihren Helfern im Rahmen eines „Running Dinners“. Foto: Bernd Weber

Rheine

Rheine. So bunt wie das Leben war das Stadtteilprojekt des Bürgertreffs „für einander“, das jetzt mit einem Dank der beteiligten Flüchtlinge endete. 

Seit November 2016 bot der Bürgertreff den im Sprachcafé des Basilika-Forums übenden Flüchtlingen fast ohne Ausnahme Woche für Woche Anreize und Hilfen für die Integration. Besuche von Unternehmen und Sportvereinen sowie die Beschäftigung mit den Themen des Alltags, wie Wohnen, Mülltrennung, Gesundheit und Versicherungsschutz organisierte das Leitungsteam des Bürgertreffs. Ein historischer Stadtrundgang mit dem Besuch des Falkenhofes und der Krippenausstellung in der Basilika sowie ein Besuch der Podiumsdiskussion „Gegen Gewalt an Frauen“ zählten weiterhin zu dem Angebot, das in den kommenden Monaten, wenn auch mit reduzierter Intensität, fortgesetzt werden soll.

Die Pfarrei St. Antonius bietet mit Unterstützung von 30 Helfern seit genau einem Jahr Woche für Woche ein Sprachcafé im Basilika-Forum an. Jeweils donnerstags von 16 bis 18 Uhr kommen integrationswillige Flüchtlinge zum Sprachcafé, die die Bedeutung der deutschen Sprache für ihre Integration erkannt haben. Die hier mögliche intensive Sprachförderung wird seit November 2016 durch die im Stadtteilprojekt „Integration durch Begegnungen und Besuche“ entwickelten Angebote ergänzt. Die Stadt Rheine unterstützte das Projekt aus Mitteln des Stadtteilwettbewerbs für vorbildliches bürgerschaftliches Engagement mit 300 Euro. Der Mehrwert für die Flüchtlinge liegt um ein Vielfaches höher.

Mit der Stadtführerin Gisela Voigt erkundete man die Innenstadt und mit Friedel Theismann die Krippe in der Basilika. Volker Schäfer ermöglichte den Flüchtlingen interessante Einblicke in die Firma Windhoff Bahn- und Anlagenbau sowie in die Fensterproduktion der Firma Brink + Funke. Die Wohnberatung des Caritasverband Rheine gab wertvolle Anregungen für die Wohnungssuche, Dr. Hermann-Josef Köller informierte über die Abfallbeseitigung in Rheine und Uwe Schürmann von der Ergo-Versicherung brachte Licht in das für Flüchtlinge undurchschaubare Versicherungswesen. Weitere Besuche ergänzten das Fortbildungsprogramm.

Während in den vergangenen Monaten die Flüchtlinge von den Angeboten des Bürgertreffs „für einander“ profitiert hatten, waren es nun Helfer und Unterstützer des Projektes. Flüchtlinge aus der Ukraine, Tadschikistan, Sri Lanka und Syrien luden zu einem „Running Dinner“ ein und präsentierten an vier Stationen ihr Land und landestypische Köstlichkeiten.


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