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Sa, Jun

Energetische Quartierserneuerung

Wie neue Ideen in Quartieren Fuß fassen können, diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Erfahrungsaustausches.Foto: Kreis Steinfurt

Steinfurt

Kreis Steinfurt. Wie lassen sich Eigentümer zur energetischen Sanierung motivieren? Der energieland 2050 e.V. hat mit „Haus im Glück“ schon viel Erfahrung zu diesem Thema gesammelt.

Landrat Dr. Klaus Effing, Uli Ahlke und Silke Wesselmann (Amt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit des Kreises Steinfurt) freuten sich deshalb besonders, gemeinsam mit dem NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung jetzt rund 80 Gäste zum Erfahrungsaustausch „Energetische Quartierserneuerung“ im Kreishaus in Steinfurt begrüßen zu können.

Nach Impulsen von Moritz vom Hofe (TU Dortmund, Lehrstuhl Marketing), Udo Sievering (Verbraucherzentrale NRW) und Carsten Lottner (DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbh & Co. KG) fand an Thementischen ein reger Austausch unter den anwesenden Gästen, darunter zahlreiche Vertreter der Kommunen im Kreis Steinfurt, statt.

Diskutiert wurde über die Themen Mieterstrom, Sanierungsmanagement, das Programm KfW 432 sowie die Unterstützung von Maßnahmen zur energetischer Quartierserneuerung durch Städtebau- und Wohnungsbauförderung.

Besonderes Interesse zeigten die Gäste an dem koordinierenden Ansatz des Kreises Steinfurt im Bereich Quartierserneuerung: Der Kreis Steinfurt hat den energieland2050 e.V. beauftragt, im Rahmen des KfW 432-Projektes „Sieben auf einen Streich“ gemeinsam mit sieben Kommunen Quartierskonzepte zu erstellen.

Der energieland2050 e.V. ist für die Gesamtsteuerung des Projektes verantwortlich und unterstützt die Kommunen bei der Öffentlichkeitsarbeit und Akteursbeteiligung. Landrat Dr. Klaus Effing machte deutlich: „Die gemeinsame Arbeit mit den aktiven Kommunen ist der Schlüssel zum Erfolg.“ 

Hintergrundinformation zum KfW 432-Projekt „Sieben auf einen Streich“:

Die Steigerung der Gebäudesanierungsraten ist ein erklärtes Ziel des Masterplans 100 % Klimaschutz. Zunehmend setzt sich die Erkenntnis durch, dass Hausbesitzer am ehesten dann zur Tat schreiten, wenn auch die Nachbarn mitziehen – und überhaupt das ganze Wohnviertel gemeinsam Fahrt aufnimmt. „Quartiersmanagement“ ist das Gebot der Stunde.

Das KfW 432 Förderprogramm „Energetische Stadtsanierung“ bietet Kommunen die Chance, ausgewählte Quartiere (also Wohngebiete, Ortslagen, Nachbarschaften etc.) genauer zu untersuchen und integrierte Konzepte zu erstellen.

Im Anschluss an die Konzeptentwicklung sieht das KfW 432 – Förderprogramm eine dreijährige Umsetzungsphase vor. Beide Phasen werden zu 65% gefördert. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit stellt im Rahmen des Programms KfW 432 Fördermittel aus dem Energie- und Klimafonds (EKF) bereit. Den 35%igen Eigenanteil übernimmt zum überwiegenden Teil die Gemeinde, unterstützt vom Kreis Steinfurt. Die Kreissparkasse Steinfurt sponsert das Projekt ebenfalls.

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