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So, Dez

Firas Alshater liest in der Bücherei St. Lamberti

Der bekannte Youtuber und Bestseller-Autor Firas Alshater kommt im Rahmen der Interkulturellen Woche in die Bücherei St. Lamberti. Foto: Lutz Jäkel

Steinfurt

Ochtrup. Auch in Ochtrup hat er viele Fans, die sich schon freuen, ihn live erleben und kennenlernen zu können, wenn der Youtube-Star und Beststeller-Autor Firas Alshater im Rahmen der Interkulturellen Woche Ende des Monats in die Bücherei kommt.

Firas Alshater wird am 27. September (Donnerstag) um 19.30 Uhr im Forum der Bücherei St. Lamberti nicht nur aus seinem Buch lesen, sondern auch aus seinem Leben erzählen, Fragen beantworten und ins Gespräch mit seinen Zuhörern kommen.

Der 28-Jährige lebt seit 2013 in Berlin, nachdem er aus seiner Heimat Syrien wegen politischer Verfolgung fliehen musste. Bundesweit bekannt wurde er mit einer Aktion im Jahr 2016, als er sich mit verbundenen Augen auf den Berliner Alexanderplatz stellte mit einem Schild mit der Aufforderung: „Ich bin syrischer Flüchtling. Ich vertraue dir – vertraust du mir? Umarme mich!“ Damit kam er nicht nur bundesweit in die Medien, sondern das Video „Wer sind diese Deutschen?“, in dem diese Szene zu sehen ist, war mit 2,5 Millionen Klicks der Start für seinen erfolgreichen Video-Kanal „Zukar“.

Inzwischen hat Alshater über 50 Videos veröffentlicht, in denen es nicht nur um aktuelle Fragen aus Alltag und Politik, um Toleranz, gegenseitigen Respekt und Verständnis geht. Es gibt auch Lustiges, wie den Versuch deutsche Wortschöpfungen wie die bekannte „ Rhabarberbarbarabar“ fehlerfrei nachzusprechen.

Ein Drahtseilakt zwischen Betroffenheit, Nachdenklichkeit, Erkenntnis und Humor ist auch sein 2016 erschienenes Buch „Ich komm auf Deutschland zu“, das sich schnell einen Platz in den Bestseller-Lis­ten sicherte. Darin schildert Alshater nicht nur seine Zeit von der Kindheit bis zu Verhaftungen und Folter und beleuchtet die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse seines Heimatlandes. Er berichtet auch über seine Ankunft in Deutschland, über Probleme, die nicht nur mit der sprachlichen Verständigung zu tun haben, aber auch darüber, was es bedeutet, sich „angekommen“ zu fühlen.

Dabei zeigt er nicht nur seine Dankbarkeit gegenüber einem Land, in dem er in Frieden leben kann, gegenüber zahlreichen Helfern, gegenüber Bekanntschaften, die zu Freundschaften wurden, sondern stellt auch berechtigte Forderungen, damit ein möglichst störungsfreies Miteinander funktionieren kann. Denn er ist davon überzeugt, dass Intergration gelingen wird, wenn sich alle ein bisschen Mühe geben.

Karten für diese Veranstaltung zum Preis von 5 Euro gibt es ab sofort in der Bücherei.


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