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Mi, Mai

Internationaler Museumstag 2019 in Ochtrup

Ein Programm für alle Generationen wird am Sonntag beim Museumstag in Ochtrup und Langenhorst geboten. Schon bei den Vorbereitungen während der letzten Monate hatten alle Akteure sichtlich viel Spaß. Foto: Simone Friedrichs

Steinfurt

Ochtrup (sf). Zum nunmehr sechsten Mal beteiligt sich Ochtrup mit einem schönen Tagesprogramm am internationalen Museumstag. Am kommenden Sonntag (19. Mai) bieten die Akteure aus verschiedenen Vereinen und Institutionen in Kooperation mit der Stadt Ochtrup ein tolles Programm für Jung und Alt von 11 bis 18 Uhr an.

Die einzelnen Stationen können in einem Oldtimerbus abgefahren oder natürlich auch mit dem Fahrrad erkundet werden.

Getreu dem Motto „Museen – Zukunft lebendiger Tradition“ können die Besucher an neun Stationen in Ochtrup und Langenhorst Traditionen aktiv erleben und tatsächlich eintauchen in die Geschichte. „Um die Lebendigkeit für alle sichtbar zu machen, werden die Akteure traditionell in Trachten umherwandeln“, freute sich Bürgermeister Kai Hutzenlaub, der natürlich höchstselbst auch mit Frack und mit Zylinder aufwarten wird, um den Museumstag in der Villa Winkel im Stadtpark um 11 Uhr zu eröffnen. Natürlich gibt es in der wunderschönen Villa Winkel dann auch direkt die ersten Programmpunkte.

Realschüler haben hier in Kooperation mit dem Stadtarchiv unter der Leitung des Fotografen Dieter Blase eine Ausstellung erarbeitet. Dazu recherchierten die Schüler die Stadtentwicklung der letzten 200 Jahre. Des Weiteren beteilig­ten sich die Gymnasiasten an einem bundesweit ausgeschriebenen Geschichtswettbewerb: Jacob Philipps und Nico Brinkschmidt beschäftigten sich mit dem Thema „Novemberrevolution 1918“ – anhand eines echten Diensttagebuches eines Metelener Matrosen. Dieser Matrose erlebte die Meuterei gegen den Kaiser hautnah. Die beiden Schüler lassen diese Geschichte in einem bebilderten Hörspiel lebendig werden.

Zur Eröffnung und auch mittags sorgt der Verein „Miteinander“ im Stadtpark und in der Villa Winkel für die Bekös­tigung der Gäste.

Die zweite Ochtruper Station ist die Bergwindmühle Ochtrup, Turmstraße 24. Seit 110 Jahren ist die Mühle im Besitz der Familie Nobbenhuis und steht seit der Renovierung 2016 imposant und voll funktionsfähig auf dem Ochtruper Berg. Ab 14 Uhr kann hier Stockbrot gebacken werden und für Kinder gibt es eine Malaktion: Die Mühle braucht „Flügelsegel“ und diese werden vor Ort bemalt.

Natürlich ist auch das Puppen- und Spielzeugmuseum mit von der Partie: An der dritten Station ist die Ausstellung geöffnet, es gibt eine Spielecke und außerdem wird eine Sammlung aus den Niederlanden gezeigt.
In der Galerie „Pushpinstudio“ zeigt das Gymnasium ausgewählte Werke von Schülern als Jahresrückblick auf den Kunstunterricht – und zwar multimedial.

Das Töpfereimuseum lädt ebenfalls zum Besuch ein: Am fünften Stationspunkt wird eine Sonderausstellung moderner Keramik von Irene Cebaus präsentiert und im Innenhof darf auch selber nach Herzenslust getöpfert werden.
Weiter geht es nach Langenhorst, wo der Heimatverein im „Alten Spieker“ Kaffee und Kuchen serviert. Außerdem wurde der Spieker durch einige Exponate aus dem Puppenmuseum aufgepeppt.
Die Langenhorster Stiftskirche ist als mittelalterliches Damenstift besonders sehenswert. In kleinen Führungen wird auf die Besonderheiten und Geschichten hingewiesen.

Zurück in Ochtrup ist das Leineweberhaus in der Laurenzpassage der achte Anlaufpunkt für die Besucher. Die Dauerausstellung zur Textilgeschichte wird hier liebevoll betreut. Als besondere Aktion können sich die Besucher „Gut behütet“ mit historischen Modellen fotografieren lassen. Zurück in der Villa Winkel lohnt sich sicher noch ein kleiner Snack, serviert vom Verein „Miteinander“. Familie Mukdad bietet frische Falafel an, frittierte Kichererbsen und frische Gemüse aus regionalem Anbau. Ab 13 Uhr lesen im romantischen Jugendstilwintergarten Ochtruper Schülerinnen Märchen vor.

Der Oldtimerbus startet um 11.30 Uhr zu seiner ersten Rundtour. Danach wird er bis 18 Uhr an allen Stationen etwa stündlich halten, damit die Besucher zusteigen können.
Erstmals wird an allen Stationen mindestens eine Aktion für die kleinen Besucher angeboten. Hierzu wurde sogar extra ein eigener Flyer gedruckt. Die Malaktion an der Bergwindmühle, Spielecke im Puppenmuseum, Malworkshops im Pushpinstudio, Töpfern im Töpfereimuseum, lus­tige Fotos im Leineweberhaus, Märchen in der Villa Winkel und nicht zuletzt die Busfahrt sind sicherlich tolle Erlebnisse für junge Gäste.


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