Wie, das war’s schon?

Zum festen Team der Blutentnahme am UKM MHS gehören (von rechts) Suse Sundrup, Sarah Hessel und Anne Terbrüggen. Foto: ukm-mhs

Steinfurt

Steinfurt (ukm-mhs/kk). Wenn Suse Sundrup ins Zimmer kommt, hat sie ein Lächeln auf dem Gesicht und versprüht gute Laune. „Ich bin hier im Haus die kleine Bluthexe“, stellt sie sich dem Patienten augenzwinkernd vor. Damit ist das Eis schnell gebrochen.

Sundrup gehört zum festen Team der Blutentnahme am UKM Marienhospital, und bei ihr kommen die Patienten nicht um den berüchtigten Pieks in die Vene herum. Es gibt Patienten mit eher schlechten Venen, die schon mal ängstlich sind, weil sie schlechte Erfahrungen bei der Blutentnahme gemacht haben. „Aber wir haben da so unsere Tricks“, verrät die Medizinisch-technische Fachangestellte. Erst einmal sei es wichtig, dass es nicht zu Stress komme. „Ich frage die Patienten ganz in Ruhe, wo wir denn am liebsten pieksen sollen.“ Anschließend ist dann Ablenkung gefragt. „Oft sage ich den Patienten, dass das hier mein absoluter Traumjob ist und diesen mit Leidenschaft ausübe. Ich frage sie dann, was sie denn so beruflich machen oder früher einmal gearbeitet haben. Es ist ganz wichtig, sich für den Patienten zu interessieren“, findet die 51-Jährige. Oft spüren die Patienten, redefreudig abgelenkt, den kleinen Pieks nicht mehr. Sundrup: „Viele fragen mich dann: Wie, das war‘s schon?“

Gerade in der Corona-Zeit sei das Team der Blutabnahme wichtig für die Patienten, sagt Suse Sundrup. „Ich habe viele Menschen erlebt, die tieftraurig waren, weil sie keinen Besuch empfangen durften.“ Da habe sie sich gerne etwas mehr Zeit für die Kommunikation genommen und mit ihnen geredet, zum Beispiel über die Enkel. „Da blühen viele Patienten auf. Ein kleines Gespräch kann manchmal Wunder bewirken – nicht nur beim Blutabnehmen.“


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