Britische Corona-Mutation in einem Fall bestätigt

Foto: privat

Steinfurt

Steinfurt (ukm-mhs/kk). Die großangelegten PCR-Tests aller Patienten und Mitarbeitenden der UKM Marienhospital Steinfurt GmbH (MHS) sind seit Donnerstagmittag komplett ausgewertet. Seitdem steht fest: Es handelt sich am MHS um zwei differenziert zu sehende Infektionsgeschehen.

 

 

Weiterhin besteht der Verdacht, dass drei Personen an einer Mutation des Corona-Virus erkrankt sind. Das Ergebnis der aufwändigen Sequenzierung erwartet das Steinfurter Krankenhaus erst am kommenden Montag.

Häufung von Corona-Fällen auf zwei Normalstationen des UKM Marienhospital Steinfurt

Bei Untersuchung der gut 800 Proben der Mitarbeitenden und Patienten kam es zu dem Ergebnis, dass fünf Patienten und zehn Mitarbeitende positiv auf das Corona-Virus getestet wurden, bei denen vorher kein Covid-19 bekannt war. Die Fälle traten alle auf zwei Normalstationen auf, die sich auch auf einer Ebene des Krankenhauses befinden. Alle Personen wurden umgehend informiert und isoliert oder haben sich in häusliche Quarantäne begeben. Die gute Nachricht: „Bei keiner der Proben aus den über 800 Testungen liegt ein Hinweis auf eine Mutation vor. Diese werden deshalb auch nicht weiter sequenziert“, erläutert Dr. Peter Czeschinski, Leiter des Arbeitsmedizinischen Dienstes am UKM und UKM MHS.

Im Sinne der Gesundheit der Patienten und Mitarbeitenden hält das UKM MHS weiter an dem Aufnahmestopp im Krankenhaus bis einschließlich Dienstag (2. Februar) fest. In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt des Kreises Steinfurt werden bis dahin weitere Testungen der Personen im Krankenhaus vorgenommen. Weiterhin gilt auch das Besuchsverbot im Marienhospital Steinfurt.

Britische Mutation in einem Fall bestätigt

2.2.2021 Bei den drei Verdachtsfällen auf eine Mutation des Corona-Virus liegen nun die Ergebnisse der Sequenzierung vor. Bei einer Person wurde die britische Variante mittels Sequenzierung bestätigt, bei einer weiteren Person konnte die Sequenzierung aufgrund der geringeren Viruslast im Test nicht erfolgreich abgeschlossen werden. Beide Patienten haben sich inzwischen von ihrer Krankheit soweit erholt, dass sie in Absprache mit dem Gesundheitsamt des Kreises Steinfurt in die häusliche Isolierung entlassen werden konnten. Bei der dritten Person konnte der Nachweis auf die britische Mutation über die Sequenzierung nicht durchgeführt werden, weil die Viruslast im Test viel zu gering war. Diese schwer vorerkrankte Person ist inzwischen verstorben. Bei der Reihentestung von Patienten und Mitarbeitenden am Freitag ergaben sich weitere SARS-CoV-2-Nachweise: insgesamt sieben Mitarbeitende und vier Patienten zeigten in der PCR-Analyse ein positives Ergebnis. Derzeit wird noch überprüft, ob diese Personen alle in Zusammenhang mit den beiden Stationen stehen, in denen sich eine Häufung von Fällen ergeben hatte. In keinem der Fälle gab es im Vorscreening einen Hinweis auf eine Mutation.

Die Interdisziplinäre Notaufnahme am MHS ist weiterhin für alle Notfallpatienten da, die das Krankenhaus selbstständig erreichen.


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