25 Jahre Heinrich-Roleff-Haus

Aus gegebenem Anlass wurden Mitarbeitende geehrt, die seit zehn, 20, 25, 30 und 40 Jahren im Heinrich-Roleff-Haus beziehungsweise im Bereich der Caritas tätig sind. Zudem wurden Mitarbeitende gewürdigt, die ihre Ausbildung oder Weiterbildung abgeschlossen haben sowie Leitungspositionen übernommen haben. Foto: privat

Steinfurt

Borghorst. Das Seniorenzentrum Heinrich-Roleff-Haus in Steinfurt-Borghorst kann auf eine nunmehr 25-jährige Geschichte zurückblicken. Als Ersatzneubau an der Rubensstraße für eine ältere Anlage ging das neue Heinrich-Roleff-Haus 1997 in Betrieb und bietet heute Platz für 100 Bewohnerinnen und Bewohner.

Zu Jubiläumsfeier konnten Geschäftsführer Burkhard Baumann und Einrichtungsleiter Clemens Schulze Beiering eine Vielzahl von externen Gästen begrüßen, unter anderem vom Kreis Steinfurt, der Stadt Steinfurt, dem Diözesancaritasverband Münster, der Pfarrei St. Nikomedes sowie Vertreter weiterer Kooperationspartner. Pfarrer Heinrich Wernsmann drückte in seinem geistlichen Impuls zu Beginn der Jubiläumsveranstaltung seine Dankbarkeit aus, über das viele Gute, was in 25 Jahren im Heinrich-Roleff-Haus geschehen ist.

Die stellvertretende Landrätin, Gisela Köster, überbrachte die Grüße und Glückwünsche des Steinfurter Landrates. Sie dankte allen Mitarbeitenden des Heinrich-Roleff-Hauses für ihr Engagement in der Einrichtung, gerade auch während der Erschwernisse durch die Corona-Pandemie. Die Grüße der Stadt überbrachte der Technische Beigeordnete, Hans Schröder, in Vertretung der Bürgermeisterin. „Wir hoffen, dass die Einrichtung noch möglichst lange weiter bestehen bleibt.“
Der Vorsitzende des Diözesancaritasverbandes Münster, Dr. Christian Schmitt, gratulierte im Namen des Spitzenverbandes. Eine Einrichtung der Caritas zu sein, bedeute eine bestimmte Qualität der Beziehung und Zuwendung zu den Bewohnerinnen und Bewohnern in der Einrichtung zu verwirklichen. Das sei, neben den beruflichen Anteilen der Arbeit, die eigentliche Aufgabe der Caritas, die nicht bezahlt werden könne. So würden Einrichtungen wie das Heinrich-Roleff-Haus zu wahren „Hotspots der Menschlichkeit“. 

Der Minister für Soziales in NRW, Karl-Josef Laumann, ließ sich in einem Brief zitieren. „Seit 25 Jahren bewältigen Sie mit allen Beschäftigten die besondere Herausforderung, jeden Tag zu zeigen, das neben professioneller Hilfestellung das Erfahren von Zuwendung und Wertschätzung, der Austausch mit anderen Menschen, die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben Teil der unverlierbaren Würde pflegebedürftiger Menschen in jeder Lebensphase sind.“ So danke er „allen Mitarbeitenden, die jeden Tag das Leitmotiv ‚Der Mensch zuerst’ im Sinne Ihrer Bewohnerinnen und Bewohner leben“, und gratuliere im Namen der Landesregierung.
In seiner Festansprache ging Einrichtungsleiter Clemens Schulze Beiering auf die Geschichte des Heinrich-Roleff-Hauses ein. Nachdem das „erste“ Heinrich-Roleff-Haus von 1973 die sich weiter entwickelnden Anforderungen des Heimgesetzes baulich nicht mehr einhalten konnte, entschied die Verbandsleitung, das Heinrich-Roleff-Haus an der Rubensstraße neu zu bauen. „Die Planer von damals bewiesen Weitblick, als sie 1997 ein großzügiges, weiträumiges und helles Haus schufen, dem sie mit seiner Lage zudem eine gute Verbindung zur Stadt ermöglichten“, so Schulze Beiering.

„Angesichts des demografischen Wandels ist die stationäre Altenpflege heute wichtiger den je“, zeigte sich Schulze Beiering überzeugt. Auch in Hinblick auf die Personalsituation in der Altenpflege zeigte er sich zuversichtlich, eine ausreichende Zahl an Fachkräften der verschiedenen Berufsgruppen für die Altenpflege gewinnen zu können. Bei den Bewohnerinnen und Bewohnern bedankte sich Clemens Schulze Beiering für ihren „ungebrochenen Lebensmut“, gerade auch in der Corona-Zeit. „Sie sind ein Vorbild an Gelassenheit. Sie leben uns vor, wie Leben im Alter und mit Einschränkungen geht und wie man trotzdem seinen Sinn darin finden kann.“


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