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Di, Mär

Neujahrsgrußwort des Landrates Dr. Klaus Effing

Foto: privat

Überregional

„Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich hoffe, Sie haben frohe Weihnachtstage mit den Menschen verbracht, die Ihnen wichtig sind, und können „zwischen den Jahren“ ein wenig durchatmen. Denn 2018 war wieder ein aufregendes Jahr – im Kreis Steinfurt, in Deutschland, in Europa, auf der ganzen Welt.



Was bleibt Ihnen aus 2018 in Erinnerung? Vielleicht, wie autoritäre Präsidenten wie Trump, Putin oder Erdogan die Welt weiter spalten, anstatt Menschen näher zusammenzubringen. Vielleicht, wie die EU mit Großbritannien ein wichtiges Mitglied verliert. Vielleicht die lang dauernde Zeit bis zur Bildung der neuen Bundesregierung. Aber warum erinnern wir uns eigentlich stets stärker an die negativen Ereignisse?

Es ist so viel Gutes passiert auf der Welt – auch in 2018.

Nur ein paar Beispiele dafür: Weltweit sinkt die Zahl der Menschen in extremer Armut, immer weniger Menschen sterben an Infektionskrankheiten, es gibt mehr Naturschutzgebiete als je zuvor, in Deutschland hat sich die Zahl der Betreuungsplätze für unter Dreijährige in zehn Jahren mehr als verdoppelt, immer mehr Menschen engagieren sich ehrenamtlich, und die Ausgaben für Schülerinnen und Schüler befinden sich auf einem Allzeithoch. Diese Liste ließe sich weiter fortsetzen. Also: Lassen Sie uns positiv auf das vergangene Jahr schauen! Denn auch im Kreis Steinfurt ist 2018 viel Gutes passiert.

Nehmen wir zum Beispiel das Stichwort Mobilität. Den Nahverkehrsplan für den Kreis Steinfurt haben wir überarbeitet. Wir planen rund 600.000 zusätzliche Kilometer durch Busse pro Jahr. Außerdem hat das Land NRW das Münsterland als Modellregion ausgewählt. Hier möchten wir Verkehrskonzepte der Zukunft erproben und weiterentwickeln.

Auch den Rettungsdienst haben wir weiter verbessert. In Mettingen wurde der Notarztstandort eröffnet, in Rheine die neue Rettungswache rechts der Ems. Der Beschluss des Kreistages, die Kreisleitstelle und die Feuerwehrtechnische Zentrale neu zu bauen, ist für die nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr richtungsweisend.

Die Zahl der Wohnungseinbrüche im Jahr 2018 ist fast nur noch halb so hoch wie im Jahr zuvor. Unsere Kreispolizei und wir Bürgerinnen und Bürger machen den Kreis Steinfurt immer sicherer.
Unser Kommunales Integrationszentrum hat über 50 Projekte im Kreisgebiet finanziert, bei denen Integrationsangebote im Mittelpunkt standen.

Die wirtschaftliche Entwicklung im Kreis ist weiterhin positiv: Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze liegt bei 156.000. Die Arbeitslosenquote im Kreis ist mit 3,9 Prozent die zweitniedrigste in ganz NRW. Unser jobcenter leistet hier hervorragende Arbeit und wird die Integration langzeitarbeitsloser Menschen weiter intensivieren. Das Projekt „Kommunale Präventionsketten“ geht weiter voran. Ziel ist, Kindern und Jugendlichen, die von Armut bedroht sind, Perspektiven aufzuzeigen.

Zur weiteren Verbesserung der Situation auf dem Wohnungsmarkt hat der Kreis Steinfurt nochmals mehr Mittel für den öffentlichen Wohnungsbau eingeholt. Es ist uns gelungen, unser vom Land NRW zugewiesenes Budget nahezu zu vervierfachen – auf jetzt rund 40 Millionen Euro!

Abermals aufwärts ging es auch für unseren Flughafen Münster-Osnabrück. Als großer Gesellschafter konnten wir uns vor wenigen Wochen über den millionsten Fluggast freuen. Dies zeigt: „Wir fliegen von hier!“

Unsere Wirtschaftsförderung setzt weiterhin Schwerpunkte im Gründungsbereich und bei der Digitalisierung. Die Breitbandanbindung im Kreis Steinfurt ist auf einem guten Weg. Die 170 Millionen Euro Fördermittel für den gesamten Kreis setzen wir nun nach und nach für 2.750 Kilometer Tiefbauarbeiten bei der Verlegung der Glasfaserkabel ein. Wir erschließen damit 100 Prozent der unterversorgten Gebiete!

Außerdem ist der Kreis Steinfurt in diesem Jahr unter anderem mit dem Climate Star und dem Deutschen Solarpreis ausgezeichnet worden. Die Gründung des energieland2050 e.V. und die Verabschiedung unserer Nachhaltigkeitsstrategie im Juli 2018 haben den Ruf des Kreises Steinfurt als Motor der regionalen Energiewende weiter gestärkt!

Natürlich gab es 2018 auch schwierige Momente. Die Schließung des Steinkohlenbergwerks in Ibbenbüren – eines der beiden letzten in Deutschland – stand erst kürzlich an. Die Ära des Steinkohlenbergbaus in Deutschland ging zu Ende. Doch auch hier gibt es positive Aspekte: Denn die bisherigen Schritte zur Kohlekonversion haben wir gemeinsam mit den Kommunen der Kohleregion erfolgreich gestaltet. Wir arbeiten weiter aktiv daran, die Folgen des Ausstiegs aus dem Steinkohlenbergbau abzufedern und den Strukturwandel gemeinsam mit den Menschen vor Ort zu gestalten.

Sie sehen: Gemeinsam können wir auch schwierige Aufgaben bewältigen! Lassen Sie uns also zuversichtlich und freudig ins neue Jahr blicken. Wir gestalten die Zukunft des Kreises Steinfurt gemeinsam! In diesem Sinne möchte ich mich bei allen bedanken, die unseren Kreis so lebenswert machen, wie er ist! Für 2019 wünsche ich Ihnen und Ihren Familien nur das Beste, viel Erfolg bei allen Ihren Vorhaben und vor allem Gesundheit. Ich freue mich darauf, mich auch im kommenden Jahr wieder mit Ihnen auszutauschen!“

 


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