Spelle/Groningen. Wo steht die Samtgemeinde Spelle im Jahr 2026 und welche Potenziale lassen sich für den heimischen Hafen erschließen? Mit diesen Fragen im Gepäck reiste die CDU-Fraktion der Samtgemeinde kürzlich zu einer intensiven Arbeitstagung nach Groningen.
Die niederländische Metropole diente der Gruppe als inspirierendes Praxisbeispiel für moderne Stadtentwicklung und politische Teilhabe. Im Zentrum des Besuchs stand der Austausch über die politische Kultur. Beim Rundgang durch das historische Rathaus (Stadhuis) diskutierten die Speller Christdemokraten mit Groninger Ratsherren über die dortige Parteienvielfalt und die auffallend hohe Frauenquote in der niederländischen Kommunalpolitik. „Der Blick über die Grenze zeigt uns, wie eine offene politische Kultur und neue Beteiligungsformate die Ratsarbeit bereichern können“, betonte die Fraktionsvorsitzende Petra Kleinbuntemeyer. Diese Impulse sollen gezielt in die Vorbereitungen auf die nächste Kommunalwahl einfließen.
Besonderes Augenmerk legte die Fraktion auf die touristische Attraktivität. Mit Blick auf die Weiterentwicklung des Speller Hafens informierten sich die Ratsmitglieder über erfolgreiche Wassersport- und Freizeitkonzepte. Vor allem die „All In Touren“ auf den Grachten zeigten auf, wie Wasserflächen als touristische Magnete fungieren können. Auch soziale Aspekte der Stadtplanung kamen nicht zu kurz: „Das Zusammenspiel von Kultur, Bildung und öffentlichen Begegnungsräumen, wie wir es im Forum Groningen gesehen haben, ist beeindruckend“, ergänzte Ulrike Berger, Vorsitzende des Sozialausschusses.
Die gewonnenen Erkenntnisse aus den Bereichen Tourismus und soziale Infrastruktur sollen nun in konkrete Konzepte für die Samtgemeinde Spelle übersetzt werden.
