Spelle. Reife Äpfel, Birnen oder Pflaumen bleiben jedes Jahr an vielen Obstbäumen ungeerntet. Gleichzeitig würden zahlreiche Menschen gerne frisches Obst direkt vom Baum ernten. Das Ernteprojekt „Gelbes Band“ bringt beide Seiten zusammen und setzt damit ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung.
Mit einem gut sichtbaren gelben Band am Stamm kennzeichnen Eigentümerinnen und Eigentümer ihre Obstbäume und signalisieren: Hier darf für den Eigenbedarf geerntet werden. Die Aktion wird vom Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen (ZEHN) koordiniert und findet bereits zum siebten Mal statt.
Auch in der Samtgemeinde Spelle gibt es bereits freigegebene Standorte. In Schapen befindet sich ein gekennzeichneter Obstbaumbestand an der Speller Straße/Ecke Giegel Aa. In Lünne können Interessierte an der B70/Ludwig-Schriever-Straße Obst für den Eigenbedarf pflücken.
„Mit der Beteiligung an dem Projekt leisten wir einen einfachen, aber wirkungsvollen Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung und fördern gleichzeitig die Wertschätzung regionaler Lebensmittel“, betont Samtgemeindebürgermeister Matthias Sils. „Zudem bietet die Aktion Menschen ohne eigenen Garten die Möglichkeit, frisches Obst direkt vor Ort zu ernten.“
Das Prinzip ist unkompliziert: Wer Obstbäume besitzt und die Ernte teilen möchte, kann diese beim ZEHN registrieren und kostenlos gelbe Bänder erhalten. Die Standorte werden anschließend auf einer digitalen Karte veröffentlicht.
Weitere Informationen zum Projekt sowie die Möglichkeit zur Registrierung gibt es unter www.zehn-niedersachsen.de/gelbesband
