Salzbergen. Weltweit bestehen heute etwa 15.000 Städtepartnerschaften, davon 12.000 in Europa. Deutschland ist daran mit rund 6.000 Partnerschaften beteiligt. Jährlich begegnen sich allein im Rahmen der deutsch-ausländischen Städtepartnerschaften über 3 Millionen Bürger.
Die Partnerschaften gelten damit auch als die größte Friedensbewegung der Welt. Auch die Gemeinde Salzbergen ist seit über 30 Jahren in der Partnerschaftsarbeit aktiv.
Im Jahre 1982 wurde erstmals eine Gemeindepartnerschaft mit der niederländischen Gemeinde Goor eingegangen. Viele Begegnungen von Schulen, Vereinen, Seniorengruppen oder auch den Gemeinderäten haben zwischen den etwa 60 Kilometern auseinanderliegenden Orten stattgefunden. Leider musste diese Partnerschaft aufgrund einer Gebietsreform aufgegeben werden. Aber noch bis heute bestehen Kontakte: So nimmt zum Beispiel eine Abordnung aus Vertretern des Salzbergener Rates und der Verwaltung im Mai an der jährlichen Totenehrung in Goor teil. Nach der Auflösung der Partnerschaft mit Goor wurden Überlegungen angestellt, eine neue Partnerschaft mit einer osteuropäischen Gemeinde einzugehen. Durch die Kolpingsfamilie Salzbergen, die bereits über 30 Jahre Hilfstransporte nach Polen durchführt, wurde Kontakt mit der polnischen Gemeinde Krzanowice hergestellt.
Im Jahre 2005 reiste dann eine Delegation aus Rat, Verwaltung und Kolpingsfamilie in die etwa 1.000 Kilometer entfernte Gemeinde Krzanowice. Schon schnell war man sich einig, eine Partnerschaft eingehen zu wollen. Diese wurde bei einem Gegenbesuch am 11. Mai 2006 im Kolping-Bildungshaus offiziell besiegelt. Diese Partnerschaft sollte mit Leben gefüllt werden. Ein Punkt stand besonders im Vordergrund: Die Gemeindepartnerschaft sollte vor allem das gegenseitige Verständnis fördern.
So fanden in den letzten 10 Jahren zahlreiche Begegnungen statt. Jugendbegegnungen in Krzanowice und Salzbergen, Begegnungen der Feuerwehren oder auch die Bürgerreisen haben zum Gelingen der Partnerschaft ebenso beigetragen, wie auch Erfahrungsaustausche zwischen den Gemeinderäten und den Verwaltungen, Bilderausstellungen, die Teilnahme Salzbergener Schüler am Eichendorffwettbewerb, Chorauftritte oder auch die Unterstützung der Salzbergener bei der Hochwasserkatastrophe im Jahre 2010 in Krzanowice.
Der Verein GEPA (Gemeindepartnerschaft) unter Führung des Vorsitzenden Hans Stein kümmert sich seit Jahren in besonderer Weise um den Bestand und die Weiterentwicklung der partnerschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Gemeinden. Seit dem Jahre 2013 wird GEPA (auch Einwohner aus Krzanowice sind Mitglied in diesem Verein) als eingetragener Verein geführt. Am 11. Mai findet übrigens die Mitgliederversammlung des Vereins im Kolping-Bildungshaus statt. An diesem Abend soll auch das zehnjährige Bestehen der Partnerschaft gewürdigt werden. Geplant ist unter anderem eine Liveschaltung in die polnische Partnergemeinde.
