Stress für alle vermeiden

Fast alle Hunde lieben Strände. Damit der Urlaub für alle Beteiligten erholsam wird, muss auch für den Vierbeiner einiges vorbereitet werden. Foto: privat

Tierwelt

(sf). Auch im Herbst so wie jetzt in den Ferien verreisen viele Menschen. Zudem haben sich auch sehr viele Menschen während der sozial isolierten Corona-Zuhause-Zeit ein Haustier zugelegt – vielleicht ohne darüber nachzudenken, wo dieses denn bleiben soll, wenn es auf Reisen geht.

Klar, mitnehmen ist eine Option. Wer dem Camping-Trend gefolgt ist, wird seinen kleinen Liebling sogar fast ohne Probleme einplanen können. Auch in Ferienhäusern und Ferienwohnungen sowie Hotels sind oft Hunde erlaubt.

Für Katzenbesitzer und Halter von Vögeln oder Nagetieren sieht es aber eher schlecht aus. Es wird sich kaum ein Hotel finden lassen, welches einen Gast mit einer Ratte aufnimmt und auch privat vermietete Ferienunterkünfte lehnen Haustiere außer Hunden meistens ab. Noch schwieriger wird es bei Auslandsreisen.

Selbst wenn das Tier in den Urlaub mitgenommen werden soll, ist zu überlegen, ob das wirklich sinnvoll ist. „Eine lange Autofahrt bei hohen Temperaturen ist für jedes Tier eine große Belastung. Stundenlanges eingesperrt sein in Kombination mit drückender Wärme und lauten Fahrgeräuschen bedeuten für alle Tiere enormen Stress“, weiß Tierärztin Susanne Hölscher aus Steinfurt. Noch schlimmer werde es bei großen Haustieren, die beispielsweise während einer Flugreise in einem Transportkorb im Frachtraum untergebracht werden müssten und währenddessen überhaupt keine Ahnung hätten, was um sie herum geschieht.

Für fast alle Tiere gelten relativ strenge Aus- und Einreisebedingungen. Wer mit seinem Tier ins Ausland reisen möchte, muss beispielsweise prüfen, welche Impfungen das Tier bekommen haben muss, welche Fristen es einzuhalten gilt und ob der Transport mit den jeweiligen Verkehrsmitteln überhaupt möglich ist.

Optimal ist es daher, es finden sich Freunde oder Nachbarn, die auf die kleinen Lieblinge aufpassen. Ist das auch nicht möglich, gibt es Tierpensionen. Hier ist natürlich die zusätzliche finanzielle Belastung bei der Urlaubsplanung direkt mit einzukalkulieren. Die meisten Tierhalter allerdings, die schon einmal eine Pension ausprobiert haben, würden diese immer wieder wählen. Tierpensionen sind meist auf eine Tierart spezialisiert

Die Pensionszimmer sind den Tieren entsprechend ausgestattet, sodass Katzen in Katzenhotels ausreichend Kletter- und Spielmöglichkeiten haben und Hunde, die in einer Hundepension untergebracht sind, ihren regelmäßigen Auslauf bekommen. Auch tiermedizinische Versorgung ist in der Regel gewährleistet. „Für Katzen gibt es auch mobiles ‚Cat-Sitting“, sagt Tierärztin Susanne Hölscher. Für Herrchen und Frauchen erhöht es den eigenen Erholungswert überdies ungemein, wenn sie das geliebte Haustier wohl behütet und in Sicherheit aufgehoben wissen. 

Pensionen und „Cat-Sitting“

Optimal ist es daher, es finden sich Freunde oder Nachbarn, die auf die kleinen Lieblinge aufpassen. Ist das auch nicht möglich, gibt es Tierpensionen. Hier ist natürlich die zusätzliche finanzielle Belastung bei der Urlaubsplanung direkt mit einzukalkulieren. Die meisten Tierhalter allerdings, die schon einmal diese Variante ausprobiert haben, würden diese immer wieder wählen.

Tierpensionen sind meist auf eine Tierart spezialisiert, wie Hunde oder Katzen. Die Pensionszimmer sind den Tieren entsprechend ausgestattet, sodass Katzen in Katzenhotels ausreichend Kletter- und Spielmöglichkeiten haben und Hunde, die in einer Hundepension untergebracht sind, ihren regelmäßigen Auslauf bekommen. Auch tiermedizinische Versorgung ist in der Regel gewährleistet. Für Katzen gibt es auch mobiles „Cat-Sitting“. Für Herrchen und Frauchen erhöht es den eigenen Erholungswert überdies ungemein, wenn sie das geliebte Haustier wohl behütet und in Sicherheit aufgehoben wissen.

Ob Fiffi oder Mitzi unbedingt mit in den Urlaub müssen? Auch betreut zu Hause oder in einer Pension sind sie gut aufgehoben. Foto: dpa

Drei Fragen an ...

... Susanne Hölscher, Tierärztin in Steinfurt und verreist selber gerne mit ihren Dackeln.

Braucht man eine Reiseapotheke, und was gehört hinein?
Susanne Hölscher: Die Reiseapotheke würde ich vom Haustierarzt füllen lassen. Er kennt ja alle Wehwehchen des Lieblings. Auf jeden Fall gehören Verbandsmaterial, Wundsalbe,Hautdesinfektionsspray, Durchfallmedikamente und eventuell auch Reisetabletten ins Täschchen. Ausreichend zuverlässiger Zecken und Sandmückenschutz sollte ebenfalls beim Tierarzt besorgt werden.

Wie oft sollten Pausen eingelegt werden?
Susanne Hölscher: Autopausen sind abhängig von der Tageszeit, zu der man verreist: Nachts muss man nicht so oft pausieren, sollte es heiss sein tagsüber, würde ich alle ein bis zwei Stunden pausieren und Wasser anbieten.

Welche Impfungen sind wann empfehlenswert?
Susanne Hölscher: Fährt man ins Ausland sollte ein EU Pass vorhanden sein. Hier regelmäßig geimpfte Tiere sind im Prinzip ausreichend geschützt. (sf)


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