St. Arnold/Kreis Steinfurt. Die Notstandsmeldung aus dem Tierheim Rote Erde hat auch die Politik alarmiert. Eine Delegation der SPD-Kreistagsfraktion besuchte das Tierheim Rote Erde in St. Arnold, berichtet die Partei in einer Pressemitteilung.
Eigentlich würden hier sechs Vollzeitbeschäftigte arbeiten, berichtet Hickstein. Aber aktuell sei der Krankenstand sehr hoch. Deshalb versuchten jetzt die Ehrenamtlichen einen Großteil der Arbeit zu schaffen. Da das nur bedingt möglich ist, können keine Tiere mehr aufgenommen werden und auch der Tag der Offenen Tür werde in diesem Sommer nicht stattfinden, bedauert der 2. Vorsitzende. Das Tierheim Rote Erde braucht dringend eine Runderneuerung, um den Anforderungen von Tier und Mensch gerecht zu werden. Angefangen von großen Projekten wie dem Hundehaus und dem Bürocontainer, über die Erweiterung des Außengeländes bis zu einfachen Hilfsmitteln wie Handtüchern für die 91 Katzen und 9 Hunde. Auch etwa 10 Sportmülltonnen, in denen die gebrauchten Wäschestücke gesammelt werden könnten, wären eine große Hilfe, erklärt Hickstein.
Damit der Verein, der offiziell Tierschutzverein Rheine und Umgebung e.V. heißt, in Zukunft wieder voll arbeitsfähig wird, brauche es dringend Unterstützung von Menschen, die im Vorstand Verantwortung übernehmen können. Vakant seien seit der letzten Wahl die Funktionen 1. Vorsitz und Geschäftsführung. „Wir haben wirklich viele Ehrenamtliche, die uns ganz toll unterstützen, aber für die Vorstandsarbeit haben viele keine freien Kapazitäten“, bedauert Hickstein.
Nach den Finanzen gefragt, erklärt der 2. Vorsitzende, dass die Spendenaufrufe immer erfolgreich seien. „Eine Futterknappheit haben wir noch nie gehabt“, aber die gestiegenen Tierarzt- und Energiekosten machten schon Sorgen. Auch wünsche man sich mehr Sicherheit bei der Finanzierung, vor allem wegen des Personals.
„An uns soll das nicht scheitern“, versichert Fraktionsvorsitzender Peter Middendorf, der kurz daran erinnert, dass auf Antrag der SPD seit 2024 für die beiden Tierheime im 25.000 Euro im Kreishaushalt eingeplant sind. „Tierschutz ist eine öffentliche Aufgabe. Das ist uns wichtig“, betont Middendorf.