Apokalypse Münsterland

Am 13. September macht die Ausstellung „Apokalypse Münsterland“ Station in Ochtrup. Mit dabei: Das Puppenmuseum. Foto: Katrin Kuhn / apokalypse-muensterland

Kultur

Ochtrup. Die Wanderausstellung „Apokalypse Münsterland“ macht am Freitag (13. September) zwischen 11 und 18 Uhr Halt auf dem Pottbäckerplatz in Ochtrup. Das ist die einmalige Gelegenheit, die Kulturgüter mit buchstäblich „neuen Augen“ in den Blick zu nehmen.

Was ist aus der nostalgischen Puppenstube geworden? Kann man sie demnächst vielleicht mithilfe einer VR-Brille selbst „betreten“? Und was ist erst mit dem Film über das Töpferhandwerk? Zur Erinnerung: Im vergangenen Winter wurde aus den Ochtruper Museen jeweils ein Kulturgut ausgewählt, das der Nachwelt überliefert werden sollte.

„Was wäre, wenn es in der Welt keine Kultur mehr gäbe? Welches Kulturobjekt würdest du retten, und warum?“ Das war die Ausgangsfrage, die alle Besucherinnen und Besucher zur Wahl eines Museumsexponats im Puppenmuseum und im Töpfereimuseum anregen sollte.

Die Wahl fiel schließlich auf die Puppenstube mit den vielen liebevollen Details aus der Alltagswelt der 40er/50er Jahre sowie auf den Film „Was macht der Töpfer?“, bei dem das traditionsreiche Handwerk vom Tonklumpen bis zum fertigen Produkt von Kindern dargestellt wird.

Bei der Nominierung der Kulturschätze blieb es aber nicht. Für ihr Projekt „Apokalypse Münsterland“ haben Studierende der FH Münster die auserwählten Exponate aus den insgesamt 28 Museen mit 3D-Technik bearbeitet. Im August und September 2019 tourt die neue digitale Ausstellung in einem mobilen Container, der „Kultur-Arche“, durch die gesamte Region. Hier werden jetzt die Geschichten hinter den Kulturgütern mithilfe digitaler Inszenierungen spielerisch erfahrbar gemacht.

Die Spannung steigt, denn welche futuristischen Welten sich dem Betrachter hinter der Puppenstube oder dem Töpferfilm offenbaren, weiß bisher noch niemand. Ein „letzter Blick“ auf das Kulturgut, bevor es der Zukunft übermittelt wird, lohnt sich also.


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