Rheine. Wie lebten Frauen in Ost und West? Welche Unterschiede prägten ihren Alltag, ihre Rechte und Möglichkeiten? Die Wanderausstellung „Frauen im geteilten Deutschland“ wirft einen eindrucksvollen Blick auf weibliche Lebensrealitäten in der Zeit der deutschen Teilung – facettenreich, berührend und mit vielen persönlichen Geschichten.
Auf 20 reich bebilderten Tafeln mit Texten von Clara Marz, historischen Dokumenten, Fotografien und QR-Codes zu digitalen Zusatzmaterialien macht die Ausstellung deutlich, wie Frauen in beiden deutschen Staaten ihren Weg fanden – als Mütter, Berufstätige, Aktivistinnen oder stille Heldinnen des Alltags. Sie erzählt von Rollenbildern, Anpassung und Widerstand – und regt zum Vergleich mit heutigen Fragen von Gleichstellung und gesellschaftlichem Wandel an. Vom 2. September bis zum 6. Oktober ist die Ausstellung im Kreuzgang des Kloster Bentlage während der regulären Öffnungszeiten zu sehen.
Organisiert wurde sie von der Gleichstellungsbeauftragten Gaby Beckmann, der Volkshochschule Rheine und der Stadtkultur Rheine. Ihr gemeinsames Ziel ist es, 35 Jahre nach der Wiedervereinigung die weibliche Perspektive auf die deutsch-deutsche Geschichte sichtbar zu machen – und Raum für Erinnerung, Austausch und Diskussion zu schaffen.
Die Ausstellung eignet sich hervorragend als außerschulischer Lernort für den Geschichts-, Politik- oder Sozialkundeunterricht. Sie bietet einen niedrigschwelligen Zugang zur deutschen Zeitgeschichte aus einer oft vernachlässigten Perspektive – der der Frauen.
• Begleitveranstaltung zur Ausstellung:
Frauenkino am 12. September im Cinetech Kino Rheine; gezeigt wird um 19 Uhr der Dokumentarfilm „Die Unbeugsamen 2 – Guten Morgen, ihr Schönen“ von Regisseur Torsten Körner.
Nach dem Erfolg des ersten Teils rückt Körner nun starke Frauen aus der DDR in den Mittelpunkt. Der Eintritt beträgt 7 Euro. Karten sind ausschließlich im Cinetech Kino erhältlich.