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Mi, Jun

DFB-Pokal-Finale

„Der schiefe Pokal zu Schalke“ – Die Geschichte ist auch nett: Bei der Schalker Pokalfeier 2002 ließ Rudi Assauer das gute Stück fallen. Foto: wikimedia / G. Homes

Fußball

Berlin (sf). Erinnern sie sich noch an das DFB Finale im letzten Jahr. Wenn schon nicht an das Spiel, dann bestimmt an das Pfeifkonzert beim Auftritt von Helene Fischer – fair geht anders.

Die Fans wollten damit ein Zeichen gegen die Kommerzialisierung des Fußballs setzen. Der DFB nahm die Kritik auf und änderte den Ablauf des Finales: Diesmal soll der Fußball wieder in den Mittelpunkt gerückt. Es wird keine Halbzeitshow geben und auch keine prominente „Pokallady“, die den goldenen Cup ins Stadion trägt. Stattdessen bringen die Klublegenden Paul Breitner und Charly Körbel den Pokal in die Arena.

Zwei Bänke: Der Alte und der Neue

Besondere Brisanz birgt das Finale zwischen dem FC Bayern und Eintracht Frankfurt wegen der Trainer-Konstellation: Auf der Münchner Bank sitzt zum allerletzten Mal in seiner Laufbahn Jupp Heynckes, der die Roten nach einem taumelnden Saisonbeginn mit seinem Comeback auf Kurs gebracht hat und sich nun auch gerne noch mit dem Doppel verabschieden möchte. Auf der Frankfurter Seite sitzt niemand anderer als der Nachfolger von Heynckes: Niko Kovac wird ab 1. Juli den FC Bayern trainieren und will sich natürlich gerne mit dem DFB-Pokal-Sieg aus Frankfurt verabschieden.

Jeweils 21.500 Fans beider Teams werden ihre Stars im Berliner Olympiastadion anfeuern. Die Anhänger des FC Bayern in der Westkurve rund um das Marathontor ihren Platz finden und riefen alle Berlin-Fahrer dazu auf, in roten T-Shirts und Trikots anzureisen, damit die Kurve ein einheitliches Bild abgeben kann – als rote Wand. Die Ostkurve ist die Heimat der Eintracht-Fans.

Vorausgegangen ist dieser Einsicht beim DFB ein schmerzhafter Prozess. Favorit ist ganz klar der FC Bayern München. Beim Sportwettenanbieter bwin geht Bayern mit der Quote 1,11 in das Pokal-Finale.
Auch wenn Frankfurt heute überrascht, bleibt Bayern Rekordmeister. An 18 Pokalsiege kommt so schnell keine Mannschaft ran. Werder Bremen folgt mit sechs Titeln, FC Schalke 04 mit fünf Erfolgen. Eintracht Frankfurt, der 1. FC Nürnberg, der 1. FC Köln und Borussia Dortmund können jeweils vier gewonnene Titel aufweisen.

Auch die Frauen spielen heute ihr DFB-Finale

Fußballfans sollten heute bei schönem Wetter ihre Fernseher nach draußen hieven und den Grill anschmeißen und das übrigens schon um 14.45 Uhr zum Finale der Frauen im Ersten.

Hier steht ebenfalls der FC Bayern München auf dem Platz und muss gegen den VfL Wolfsburg ran. Die Wolfsburger Damen holten den Titel in letzten Jahr bereits zum dritten Mal in Folge.

Die Übertragung der Partie Einracht Frankfurt gegen FC Bayern München be­ginnt um 19.10 Uhr ebenfalls bei der ARD.

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