Knapper Sieg nach fünf Stunden Spielzeit

Maskiert am Brett: Ersatzspieler Maximilian Bahr sicherte nach fünf Stunden Spielzeit den Sieg für Emsdetten. Foto: privat

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Emsdetten. Zu einem wahren Krimi entwickelte sich das erste Heimspiel der 1. Mannschaft des Schachclub Rochade Emsdetten in der laufenden Saison. 4,5-3,5 lautete das Endergebnis nach knapp fünf Stunden Spielzeit gegen den benachbarten Schachclub Steinfurt.

Über fast den gesamten Wettkampf liefen die Emsdettener einem Rückstand hinterher und konnten den Sieg erst in der letzten Spielstunde durch zwei Partiegewinne sichern. Gemeinsam mit dem SC Gronau führt der Club nun die Tabelle der Regionalliga an.

Beide Teams waren nicht in Bestbesetzung angetreten und begannen den Mannschaftskampf entsprechend verhalten. Nach etwa zwei Stunden Spielzeit einigten sich die der 2. Mannschaft entliehenen Ersatzspieler Karl-Heinz Geringhausen an Brett 6 und Andreas Nöring an Brett 7 mit ihren Gegnern auf ein Remis zum 1-1 Zwischenstand.

Eine Stunde später geriet der Schachclub Rochade Emsdetten erstmalig in Rückstand. Guy Bielderman, der in den vergangenen zwei Jahren sämtliche Partien für den Club gewinnen konnte, wurde am 1. Brett in der Eröffnung auf dem falschen Fuß erwischt. Nach einem sehenswerten Mattangriff seines Steinfurter Gegners musste er zum ersten Mal die Hand zum Glückwunsch reichen.

Noch vor der Zeitkontrolle in der vierten Spielstunde endeten drei weitere Partien. Simon Hiller glich am 2. Brett für die Emsdettener zum 2-2 aus. Nach einem Bauernopfer in der Eröffnung übte er permanent Druck auf die gegnerische Stellung aus und gewann schließlich eine Figur. Am 3. Brett erreichte Thomas Lemli etwas glücklich das dritte und letzte Remis des Tages. Auch er stand nach der Eröffnung schlechter, konnte die Partie jedoch nach einer Ungenauigkeit seines Gegners ausgleichen.
Wenig später geriet der SC Rochade Emsdetten erneut in Rückstand. Adrian Deleré hatte sich am 5. Brett zu einer scharfen Eröffnung mit Bauern­opfer entschieden. In einem komplexen Mittelspiel war der Partieausgang lange Zeit unklar. Nach einem Fehlgriff behielt sein Gegner jedoch die Oberhand und brachte den SC Steinfurt mit 3,5-2,5 bei zwei verbleibenden Partien wieder in Führung.

Nach viereinhalb Stunden erzielte Mannschaftskapitän Achim Müller am 4. Brett den Ausgleich zum 3,5-3,5. In einer lange Zeit ausgeglichenen Partie gegen das Münsterländer Urgestein Helmut Haselhorst nutzte er einen Fehler seines Gegners im Endspiel aus und gewann sicher. Nun musste die letzte Partie am 8. Brett entscheiden.

Und Ersatzspieler Maximilian Bahr zeigt sich hier dem Druck gewachsen. Nach fast fünf Stunden Spielzeit wickelte er eine komplizierte Partie mit materiellem Ungleichgewicht in ein gewonnenes Leichtfigurenendspiel ab und sicherte dem Schachclub Rochade Emsdetten einen knappen, aber letztendlich nicht unverdienten 4,5-3,5 Erfolg.


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