Rheine. „Wir hatten 40 aktive Sportlerinnen und Sportler am Start – das dürfte seit vielen Jahren wieder eine Rekordbeteiligung sein“, zeigten sich die Trainer Isabel Greiwe und Christian Lüttmann selbst überrascht über die riesige Mannschaft des Wassersportvereins Rheine, die an der Rheiner Regatta teilgenommen hat. Damit stellte der WSV das zweitgrößte Team nach dem Canuclub Emsdetten.
Die Alterspanne reichte von sieben bis 65 Jahren. „Wir hatten alles auf der Ems, was ins Boot passt und einigermaßen geradeaus paddeln kann“, schmunzelten die beiden. Der Wettkampf ist gerade für die jüngsten Sportler, die in diesem Jahr erst angefangen haben, eine Chance, Regattaluft zu schnuppern. Die meisten von ihnen haben entweder beim Tag der offenen Tür oder beim Kinderferienparadies mitgemacht – und sind geblieben. Das erste Mal an den Start gegangen sind Pia Schedetzki, Thea Stroot, Felix Droste, Olli Wasmuth, Victoria Tebbenhoff Mützel, Maja Mücke, Marie Meyersieck und Mara Wilkens. „Aber auch einige ehemalige Rennkanuten lassen es sich nicht nehmen, bei dieser Gelegenheit wieder ins Boot zu steigen – vor allem die, deren Kinder jetzt neu dabei sind wie Timo Meyersieck und Timo Mücke “, fügt Isabel Greiwe hinzu.
Ausgerichtet wird die Regatta auf der heimischen Ems seit Jahren vom benachbarten Kanuclub Rheine. Auf dem Programm stehen Sprintrennen über 125 und 200 Meter sowie die Langdistanzen von 2000 und 5000 Meter. Für die Schüler C, also die jüngsten Kanuten, gibt es die Schülerspiele, einem Dreikampf aus den Disziplinen 200 Meter Sprint, 750 Meter Langstrecke und 750 Meter Laufen.
Die Medaillenausbeute kann sich durchaus sehen lassen. 14 Goldmedaillen, 15 Silbermedaillen und 13 Mal Bronze ist dabei herausgesprungen. Die WSVer nutzen natürlich den Heimvorteil, den sie auf der ihnen in- und auswendig bekannten Ems haben. Dementsprechend zufrieden sind auch die beiden Trainer.
Thea Stroot und Pia Schedetzki (beide AK 7) krönten ihre ersten 125 Meter bei einer Regatta im K2 sofort mit der Bronzemedaille.
Auch die Jungs räumten bei den Schülern C über 125 Meter im K2 gut ab: Alex Saulski fuhr mit einem Sportler vom Schönebecker KC über 125 Meter zu Gold, Felix Droste/Liam Unger erreichten Silber, für Olli Wasmuth und John Eilers reichte es immerhin noch zu Bronze.
Eine Altersklasse höher, also bei den Schülern B, startete das Quartett Felix Droste/Olli Wasmuth/John Eilers/Liam Unger im K4 über 200 Meter und wurden Fünfter. Alex Saulski fuhr in einem Boot des Schönebecker KC mit und gewann mit ihnen Bronze.
Ihrer Favoritenrolle auf der Ems gerecht und zu Goldmädchen wurden Rieke Emsmann (AK 10) im K1 über 125, 200 und 2000 Meter, Pauline Haver (AK 11) über 125, 200 und 2000 Meter, Mary-Lou Eilers (AK 11) über 125 Meter sowie Milana Brungardt (AK 12) über 125 und 200 Meter. Auch die Schülerinnen A sahnten ab. Marit Möller gewann die Langstrecke über 2000 Meter. Des Weiteren sprangen auch ein paar Silber- und Bronzemedaillen für ihre Teamkameradinnen heraus.
Schwerer hatten es die älteren Kanuten, da das Feld in den höheren Klassen stark besetzt ist. Sie kamen über den Vor- beziehungsweise Zwischenlauf nicht hinaus. Lediglich der K4 der Herren-Leistungsklasse mit Ben Kuberek, Jasper Nienhaus, Lukas Meemann und Kevin Rempel schafften es in einem starken Teilnehmerfeld auf einen Bronzerang. Zu zweimal Silber paddelte sich Yvonne Pollee-Möller bei den Senioren über 125 und 200 Meter.
Zum Abschluss der Regatta stehen die Mixed-Rennen über 200 Meter auf dem Plan, bei denen die WSVer auch zwei Podiumsplätze erreichten. Die Schüler A, Marit Möller/Oleksii Bizhyk gewannen die Goldmedaille, die Schüler B, Lea Hagedorn/Olli Wasmuth erreichten Silber.
Die Saison steht kurz vor dem Ende; am kommenden Wochenende geht es nochmal zur letzten Regatta des Sommers nach Hengelo in die Niederlande.
Ergebnisse Schülerspiele:
AK 9: John Eilers Platz 3, Liam Unger Platz 4, Alex Saulski Platz 5, Olli Wasmuth Platz 6 und Felix Droste Platz 14
AK 7: Pia Schedetzki Platz 2 und Thea Stroot Platz 4


