Telefonsprechstunde zur Corona-Schutzimpfung

Das Interesse ander Telefonsprechstunde zum Thema „Corona“ am Dienstag war groß. Foto: BioNTech SE 2020

Gesundheit

Kreis Steinfurt. Die Telefone klingelten fast pausenlos. Das Interesse an einer persönlichen Beratung zur Corona-Schutzimpfung war groß. Hier ein Überblick über die Fragen der Leser und die Antworten des Expertenteams der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA):

Wozu die Impfung? Die meisten meiner Bekannten, die sich infiziert hatten, hatten keine großen Probleme.
Covid-19 kann sehr unterschiedlich verlaufen: ohne Krankheitsanzeichen, mit leichten Krankheitszeichen oder als schwere Infektion mit Lungenentzündung und Beeinträchtigung weiterer Organe. Sie kann zum Lungen- und Multiorganversagen bis zum Tod führen. Ein Teil der Covid-19-Patienten hat sich auch Wochen oder Monate nach Beginn der Erkrankung noch nicht wieder erholt und leidet weiterhin unter schweren Allgemeinsymptomen.

Meine Tochter rät vom Impfen ab, da der Impfstoff die Körperzellen anregen soll, das Corona-Virus selbst zu produzieren. Stimmt das?
Nein, die neuen Impfstoffe enthalten lediglich Teile der Erbinformation des Virus. Ein Entstehen von kompletten vermehrungsfähigen Viren ist ausgeschlossen. Die neu gebildeten, ungefährlichen Virus-Schnipselchen aktivieren das Immunsystem. Falls eine geimpfte Person später in Kontakt mit dem Corona-Virus kommt, wird es bekämpft.

Kann die Boten-RNA aus den Impfstoffen Schäden im menschlichen Erbgut anrichten?
Das ist nicht möglich, denn menschliches Erbgut befindet sich in Form von DNA im Zellkern. Dorthin kann die Boten-RNA nicht vordringen. Übrigens, auch Schnupfenviren transportieren regelmäßig Boten-RNA-Teile in die Körperzellen…

Ich werde im März mit einer Chemotherapie beginnen. Könnte ich – obwohl ich noch nicht ganz 80 Jahre alt bin – schon geimpft werden?
Es ist die Aufgabe der Verantwortlichen in den Bundesländern, Einzelfälle, die nicht ausdrücklich im Stufenplan der Ständigen Impfkommission genannt sind, dort angemessen einzuordnen. Dies betrifft auch Menschen, die zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr oder nicht mehr gleich wirksam geimpft werden können, wie zum Beispiel bei unmittelbar bevorstehender Chemotherapie. Sprechen Sie über die Situation mit Ihrem behandelnden Arzt.

Lässt sich der Impfstoff an Mutationen anpassen, falls er nicht mehr so gut wirkt?
Sowohl die neuen Impfstoffe gegen COVID-19 mit Boten-RNA als auch Vektor-Impfstoffe können schnell an Mutationen angepasst werden. Der Einfluss der aufgetretenen Virusvarianten auf den Impfschutz wird in zahlreichen wissenschaftlichen Studien untersucht.

Kann ich geimpft werden, obwohl ich Blutverdünner einnehmen muss?
Ja, die Corona-Schutzimpfung erfolgt in einen Oberarmmuskel mit einer sehr feinen Injektionskanüle. Danach wird die Einstichstelle über mindestens zwei Minuten fest gedrückt.

 

Informationen der BZgA zum Corona-Virus und zur Corona-Schutzimpfung finden Sie unter:
www.infektionsschutz.de/coronavirus/ 

Weitere Informationen unter:
www.corona-schutzimpfung.de 
Bundesweite Servicenummer: 116 117
Beratungstelefon der BZgA unter der
kostenlosen Rufnummer 0800-2322783
(Mo-Do 10-22 Uhr, Fr-So 10-18 Uhr)


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