So wichtig ist ein gutes Betriebsklima

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Karriere & Beruf

Ein gutes Betriebsklima ist ausschlaggebend für den Erfolg eines Unternehmens. Denn wenn die Stimmung zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten oder Kollegen nicht passt, geht dies zulasten der Produktivität und der Mitarbeiterzufriedenheit.

Nicht selten ist ein schlechtes Betriebsklima Grund dafür, den Arbeitsplatz frühzeitig zu verlassen. Doch wodurch zeichnen sich ein gutes und schlechtes Betriebsklima aus und wie gelingt es, die Arbeitsatmosphäre im Unternehmen zu verbessern?

Was zeichnet ein gutes Betriebsklima aus?

Das Betriebsklima beschreibt die Arbeitsatmosphäre innerhalb eines Unternehmens oder Teams – beispielsweise den Umgang von Vorgesetzten mit den Mitarbeitern oder die Kommunikation von Kollegen untereinander. Doch auch andere Faktoren wie die allgemeinen Arbeitsbedingungen beeinflussen das Arbeitsklima. Das Betriebsklima als solches wird subjektiv erlebt. Während für den einen Mitarbeiter ein hervorragendes Betriebsklima herrscht, kann ein anderer dies bereits anders wahrnehmen.

Dennoch gibt es einige Merkmale, die ein gutes Betriebsklima auszeichnen:

  • Eine entspannte und gelassene Arbeitsatmosphäre
  • Ein toleranter und respektvoller Umgang miteinander
  • Eine offene und eindeutige Kommunikation zwischen Kollegen und Vorgesetzten
  • Zusammenarbeit über Hierarchieebenen hinweg
  • Hilfsbereitschaft und Unterstützung
  • Lob und Wertschätzung

Ein gutes Betriebsklima lässt sich zum Beispiel daran erkennen, dass Kollegen gemeinsam die Mittagspause verbringen, sich gegenseitig respektvoll behandeln und auch um Hilfe bitten können. Gleiches gilt für die Vorgesetzten: Auch die Führungskräfte im Unternehmen sollten ein Teil des Teams sein, ein offenes Ohr für Probleme haben und ihren Mitarbeitern respektvoll und hilfsbereit begegnen. Die Vorgesetzten können zudem ein wichtiger Einflussfaktor dabei sein, das Betriebsklima auf einem hohen Niveau zu halten. Dabei ist professionelle Teamführung ein ausgesprochen wichtiges Thema. Sobald Unstimmigkeiten im Team aufkeimen, sollte der Vorgesetzte an einer Lösung der Probleme arbeiten und nicht abwarten, bis ein Konflikt eskaliert und die Arbeitsatmosphäre vergiftet ist.

Welche Nachteile hat ein schlechtes Betriebsklima?

Ein schlechtes Betriebsklima in Unternehmen zeichnet sich unter anderem durch Unsicherheit, Angst und Probleme zwischen Kollegen oder Mitarbeitern und Vorgesetzten aus. Bringen Letztere bei Problemen oder Planänderungen nur wenig Verständnis entgegen, mangelt es an Kommunikation im Team und gibt es viel Druck von oben, ist das Betriebsklima eher schlecht. Auch Konkurrenzdenken, unsolidarisches Verhalten und keine Hilfe, wenn ein Kollege in der Bredouille steckt, verschlechtern das Betriebsklima. Häufig äußert sich ein schlechtes Betriebsklima darin, dass Kollegen sich in der Mittagspause oder Freizeit meiden und am Arbeitsplatz ein rauer Umgangston vorherrscht.
Ein schlechtes Betriebsklima kann für Unternehmen schwerwiegende Probleme verursachen. Zu häufigen Folgen einer belasteten Arbeitsatmosphäre zählen folgende:

  • Die Motivation der Mitarbeiter sinkt.
  • Die Arbeitszufriedenheit lässt nach.
  • Das Arbeitsklima wird für Mitarbeiter zur psychischen Belastung.
  • Die Zahl der Krankheitstage steigt.
  • Konflikte können bis hin zum Mobbing eskalieren.
  • Aufgrund von steigenden Kündigungen gibt es eine große Mitarbeiterfluktuation.
  • Projekte dauern aufgrund von unterlassener Hilfe oder sogar gegenseitiger Sabotage länger.
  • Die Produktivität des Unternehmens sinkt.

Bekommen auch Außenstehende wie zum Beispiel Kunden das schlechte Betriebsklima mit, schadet die schlechte Arbeitsatmosphäre sogar dem Image des Unternehmens und der Auftragsakquise. Auch das Anwerben neuer Mitarbeiter kann zunehmend schwierig werden. So beginnt häufig ein Teufelskreis: Aufgrund des schlechten Betriebsklimas kündigen zahlreiche Arbeitnehmer und können nur schwierig ersetzt werden. Für die verbleibenden Mitarbeiter steigen so der Druck und die Arbeitsbelastung, wodurch sich die Arbeitsbedingungen weiter verschlechtern und neue Kündigungen drohen.

Ein gutes Betriebsklima fördern

Damit es gar nicht erst zu einem miesen Betriebsklima kommt oder sich die Atmosphäre schnell wieder bessert, können Unternehmen einige Maßnahmen ergreifen. Wie bereits festgestellt, sind auf der einen Seite vor allem weiche Einflussfaktoren wie Wertschätzung, Teamgeist, Kommunikation und Toleranz für ein gutes Arbeitsklima von Bedeutung. Die Vorgesetzten sollten daher darauf achten, gute Arbeit zu belohnen, nicht an Lob zu sparen, eine offene Kommunikationskultur zu pflegen und einen respektvollen Umgang zwischen Kollegen zu etablieren. Dabei kommt der Führungsetage eine besondere Vorbildrolle zu. Nur wer selbst mit gutem Beispiel vorangeht, kann ein solches Verhalten auch von anderen einfordern.

Neben weichen Einflussfaktoren spielen auf der anderen Seite auch die objektiven Arbeitsbedingungen eine Rolle. Dazu zählen zum Beispiel die Ausstattung des Arbeitsplatzes, gebotene Sozialleistungen, die Bezahlung, die Anzahl der Mitarbeiter, der im Unternehmen vorherrschende Druck, die Zusammensetzung der Teams sowie die Arbeitszeiten. Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter fair bezahlen und nach Möglichkeit attraktive Zusatzleistungen bieten. Es sollten stets ausreichend Angestellte vorhanden sein, um das Arbeitspensum leisten zu können, ohne unnötigen Druck und Belastungen hervorzurufen.

Bei der Zusammensetzung von Teams sollte darauf geachtet werden, verschiedene Stärken und Kompetenzen sowie miteinander kompatible Personen zusammenzubringen. Teambildende Maßnahmen, Coachings sowie gemeinsame Aktivitäten auf Kosten des Unternehmens können dazu beitragen, dass Teams enger zusammenwachsen und sich das Betriebsklima verbessert. Darüber hinaus sollten alle Mitarbeiter über eine hochwertige Ausrüstung zur Erfüllung ihrer Aufgaben verfügen. Besitzt ein Kollege bereits einen Computer der neuesten Generation, während ein anderer noch ein langsameres und veraltetes Modell nutzt, kann es ansonsten schnell zu einer verschlechterten Arbeitszufriedenheit und Konflikten führen.

Um in die Prävention von Krankheiten und Arbeitsausfällen zu investieren, kommen in Büros Stehtische und ergonomische Stühle infrage. Zudem sollten Unternehmen in die Gesundheitsförderung ihrer Mitarbeiter investieren – etwa durch Zuschüsse für Fitnessangebote oder Fahrradleasing. Diese fördern wiederum die Mitarbeiterzufriedenheit und wirken sich auch positiv auf das Betriebsklima aus.


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