Das Triadische Ballett

TRIAS versteht sich als Gegenentwurf zu vielen derzeit aktuell bestimmenden Formen des zeitgenössischen Tanzes unter Verwendung zeitgenössischen Tanz- und Musikvokabulars in anderer Form. Foto: TRIAS

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Steinfurt. Das Triadische Ballett nach Oskar Schlemmer wird am 21. September (Samstag) vom Theater der Klänge im Gymnasium Arnoldinum um 19.30 Uhr im Rahmen des Projektes „Neuyes Bauhaus“ aufgeführt.

„Das Triadische Ballett, das mit dem Heiteren kokettiert, ohne der Groteske zu verfallen, das Konventionelle streift, ohne mit dessen Niederungen zu buhlen, zuletzt Entmaterialisierung der Körper erstrebt, ohne sich okkultisch zu sanieren, soll die Anfänge zeigen, daraus sich ein deutsches Ballett entwickeln könnte…“, so sagte Oskar Schlemmer selbst 1922.

Das Triadische Ballett von Oskar Schlemmer ist sein berühmtestes Bühnenwerk und das, welches am meis­ten mit der Bauhausbühne verbunden wird. So wenig es in den 20er Jahren zu sehen war, so sehr verbindet man heute die Rekonstruktionen und Neukreationen der 60er und 70er Jahre mit diesem Ballett.

Leider hat es bis dato nur zwei solcher Versuche gegeben, die beide heute auch schon wieder historisch sind. Anstelle einer starren eins zu eins Kostümrekreation werden die Kostüme so interpretiert, wie Schlemmer sie einfach und ursprünglich als Erweiterung von Ballettkos­tümen und Bühnenfiguren (auch des Puppentheaters) entwickelt hatte. Anstelle von automatisierten, starren entmenschlichten Figurinen zu einer mechanisierten Musik thematisiert TRIAS das Ausbrechen, die Explosion und Freude der körperlich, musikalischen Aktion im Musik- und Tanztheater. Anstelle des Zelebrierens hoher Bauhauskunst, betont TRIAS das clowneske und karnevalistische in Oskar Schlemmers Zugang zur Bühne.

Dabei will TRIAS nicht mehr oder weniger als das Erbe der klassischen Moderne, aber auch den Geist der „wilden, befreiten und fröhlich feiernden“ 20er Jahre wieder beleben und mit heutigen körperlichen und musikalischen Techniken, wie heutige unbändige Tanz- und Musizierlust erneut zu einem (Bauhaus-)Bühnenfest werden lassen. Karten für diese außergewöhnliche Tanztheater gibt es bei SMarT, 02551 / 1383. Bis zum 17. September gibt es drei Karten zum Pries von zwei Karten.


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