Fahren nach Amputation

Hermann-Josef Wellen hat eine Beinprothese. Dennoch ist Autofahren für ihn heute kein Problem – dank der Unterstützung einer Fahrschule.Foto: privat

Auto & Mobil

Rheine. Hermann-Josef Wellen ist immer gerne Auto gefahren. Doch durch eine Oberschenkelamputation verlor er sein linkes Bein. Da war erst einmal Schluss mit dem Autofahren. „Es war für mich ein großer Schock“, erzählt der Rentner.

 

Doch Wellen wollte unbedingt mobil bleiben. „Gerade als Rentner hat man doch endlich Zeit, irgendwo hinzufahren, Freunde zu besuchen, Kontakte zu pflegen. Und dann kein Auto? Das ist doch ein Stück Lebensqualität, die einem da fehlt“, meint er. Durch die Beratung und Mithilfe einer Rheiner Fahrschule besorgte Wellen sich Infos dazu, wie man als Gehandicapter wieder mobil wird. Nach dem medizinischem Gutachten erfolgte die Eintragung in dem Führerschein. Mit seinem neuen Automatik-Wagen fährt Wellen auch längere Strecken.

Übrigens: Viele Fahrschulen bieten den so genannten Fahrer-Fitess-Check an. Nach Schlaganfällen, Operationen und anderen Krankheiten sind die Menschen oft unsicher, ob sie überhaupt noch fahrtüchtig sind. Das kann man unter anderem durch diesen Check feststellen. Ist ein behindertengerechter Umbau des Autos notwendig, so gelten zudem gewisse Voraussetzungen.

 

Hilfestellung erfährt jeder Betroffener auch bei der Selbsthilfgruppe der arm- und beinamputierten Menschen und deren Angehörige in Rheine und Umgebung. Jederzeit ansprechbar sind die Teammitglieder Marlies und Ludwig Overmeier unter 05453 / 7977 sowie Hubert Bosse unter der Nummer 05452 / 1420.


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