Sicher unterwegs: Der richtige Reifendruck ist entscheidend

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Anhänger sind eine beliebte Möglichkeit, um die Transportfläche von Pkw und Co. zu erhöhen. Gartenabfälle und Sperrmüll lassen sich damit zum Wertstoffhof fahren und Möbelstücke transportieren. Ein Anhänger ist auch bei Sportbootfreunden äußerst beliebt, denn er sorgt für einen sicheren Transport des Bootes zur/von der Anlegestelle. Damit nichts schiefgeht, muss vor allem der Reifendruck stimmen.

PSI oder bar?

Der Verschleiß der Anhängerreifen wird auch durch den Luftdruck beeinflusst. Wer dauerhaft mit zu wenig Druck fährt, riskiert eine schnellere Abnutzung des Gummis und muss den Reifen schneller erneuern. Empfehlenswert ist ein höherer Druck auf den Anhängerreifen als beim Fahrzeug, wenn der Anhänger ein höheres Gewicht als das Kfz hat.

Angegeben wird der Druck immer in bar oder PSI. Die Umrechnung ist ganz einfach: 1 bar = 14,5038 PSI , 1 PSI = 0,0689 bar. Mit wie viel Luft der Reifen geführt werden muss, hängt von mehreren Faktoren ab: Reifengröße, Anhänger-Tragfähigkeit, Höchstgeschwindigkeit des Anhängers.

Vor dem Fahrtantritt (vor allem bei längeren Strecken) sollte der Druck immer überprüft und gegebenenfalls nachjustiert werden. Um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten, erfolgt die Messung immer bei einem kalten Reifen. Nicht jeder hat ein Druckmessgerät zu Hause, doch das ist kein Problem. An Tankstellen gibt es Luftdruckmessgeräte, mit denen Autoreifen auch kontrolliert werden können.

Der richtige Luftdruck: So wird er abgelesen

Viele Anhängerreifen haben die Angaben zum optimalen Luftdruck auf dem Reifen stehen. Falls nicht, gibt es diese Information auch in der Betriebsanleitung zum Anhänger. Dort finden Sie etwa Informationen wie 195/50R13 104 N und 104N. Die Angabe „104N“ steht für den Reifendruck. 104 drückt die Tragfähigkeit von 900 kg aus, das „N“ gibt Auskunft über die Höchstgeschwindigkeit (hier 140 km/h).

Die Reifengröße ist ebenfalls entscheidend, um den Anhänger sicher fortzubewegen. „195“ ist der Reifendurchmesser in Millimeter, „50“ beschreibt die Höhe des Reifens in Prozent (195 x 0,5 = 97,5 mm), „R“ ist die Abkürzung für einen Radialreifen und „13“ ist der Reifendurchmesser in Zoll. Auch bei Autoreifen gibt es ähnliche Aufschriften. 

Die Folgen eines falschen Reifendrucks

Warum der optimale Reifendruck beim Anhänger so wichtig ist, zeigt ein Blick auf die Physik. Wer seinen Anhänger mit zu viel Luft füllt, verringert den Kontakt des Gummis zur Fahrbahn. So kommt der Anhänger leichter ins Schlingern oder macht holprige Bewegungen. Zu wenig Druck im Reifen bedeutet einen höheren Verschleiß, denn das Gummi liegt mit einer größeren Fläche auf der Fahrbahn auf, sodass sich hier mehr Reibung bildet.

Da auch aus den Anhängerreifen wie beim Kfz-Reifen Luft entweicht, ist eine regelmäßige Prüfung empfehlenswert. Sie sollte spätestens alle drei Monate oder alle 200 km vorgenommen werden. Wird der Reifen neu montiert und mit frischer Luft befüllt, ist eine erneute Kontrolle nach den ersten gefahrenen 50 km empfehlenswert. So zeigt sich, ob wirklich alles sicher montiert ist und die Ventile richtig sitzen.

Der richtige Reifendruck hängt von der Beladung ab

Der normale Reifendruck lässt sich der Betriebsanleitung zum Anhänger entnehmen. Meist liegt er zwischen 3,0 und 4,5 bar. Sind die Reifen kleiner, ist der Druck mit ca. 5,0 und 6,0 bar angegeben. Hat der Anhänger durch eine starke Beladung mehr Gewicht, sollte auch der Reifendruck erhöht werden.


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